Kann Sybilia den Schlenderhan Fluch endlich besiegen?

Seit dem Jahr 2000 versucht das Gestüt Schlenderhan alle zwei Jahre die 1000 Guineas zu gewinnen. Vergeblich. Ausgerechnet auf dem Grafenberg scheint ein Fluch über den erfolgsverwöhnten Schlenderhanern zu liegen. Viermal schickte die blau rote Flotte seit dem Jahr 2000 chancenreiche Pferde in die Guineas. Viermal ohne eine zählbare Ausbeute. Zählt man die Ullmann-Stute Schlenderaca dazu, gab es sogar fünf bittere Guineas-Niederlagen im neuen Jahrtausend.

Sommernacht machte 2000 den Auftakt im neuen Millennium. Guineas-Niederlage Nr. 1, Platz 13 mit der 41:10-Mitfavoritin. Ein Jahr später startete Schlenderaca sogar als heiße 22:10-Favoritin. Guineas-Niederlage Nr. 2, Platz 7!

2002 schickte Deutschlands ältestes Privatgestüt Walzerkönigin in den Klassiker. Auch diese als Favoritin. Guineas-Niederlage Nr.3. Der 15. und damit letzte Platz für die 28:10-Chance.

2003 und 2005 war man in den Guineas nicht vertreten. 2004 versuchte es Atilia. Guineas-Niederlage Nr.4, Platz 9 für die 51:10 Chance. Und auch im Vorjahr erging es der 60:10-Mitfavoritin Karavel nicht besser. Guineas-Niederlage Nr. 5.

„In diesem Rennen haben wir einfach kein Glück“, bringt es Gebhard Apelt über die 1000 Guineas auf den Punkt. Doch es deutet einiges darauf hin, dass der Guineas-Fluch in diesem Jahr gebrochen werden könnte.

Dem Schlenderhan-Team gelingt in diesen Tagen bekanntlich alles. Die Mannschaft um Apelt ist fulminant in das Jahr 2007 gestartet, nur ein einziger Starter landete nicht im Geld. Alle anderen Pferde überzeugten auf ganzer Linie.

Die Form stimmt also, um den Guineas-Fluch endlich zu besiegen. Zwar geht Sybilia als Jahresdebutantin ins Rennen, doch muss auch das kein Hindernis sein. 2003 gewann Diacada ebenfalls bei ihrem ersten Saisonstart den Klassiker. Die Chancen auf einen Schlenderhan-Sieg am Sonntag stehen also gut. Wäre da nicht dieser Fluch.

Der letzte Schlenderhaner Sieg in den 1000 Guineas gelang im Übrigen 1984 mit der Alpenkönig-Stute Slenderalla. Zuvor gewann Schlenderhan 1977 mit Aviatik, 1975 mit Brigida, 1969 mit Schönbrunn, 1954 mit Bella Donna, 1949 mit Asterblüte (Namensgeberin des heutigen Schiergen-Stalles), 1942 mit Vivere und 1940 mit der großen Schwarzgold.

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