Alter schützt vor Siegen nicht. Das zeigte sich am Sonntag im Cagliostro-Sprintpreis in Köln, als die Oldies vorne waren. Mit der 132:10-Chance Sacho aus dem Stall von Wilfried Kujath hatte man nicht unbedingt gerechnet, hat der Dashing Blade-Sohn doch schon neun Jahre auf dem Buckel und in Deutschland auch schon länger nicht gewonnen.
Doch konnte sich der von Terry Hellier (Foto) gerittene Wallach nach einem Rennen von der Spitze aus in einem Finish der Oldies sicher gegen den diesmal zwangsweise aus der Reserve kommenden Lucky Strike (auch neun Jahre, hatte Startverlust) und den zweiten Favoriten Shinko’s Best durchsetzen. Damit war die Überraschung perfekt. Der Sieger Sacho sollte eigentlich gar nicht unbedingt laufen, zeigte sich so frisch wie in seiner besten Zeit.
Im Samum Cup, dem Listenrennen für die Steher über weite 3000 Meter, mussten die Stewards eingreifen, denn der Start-Ziel siegende Limatus (Eduardo Pedroza ritt für Pavel Vovcenko) kam dem angreifenden Baltromei-Schützling Jump For You (Johan Victoire, 124:10) in die Spur, weshalb ihn die Rennleitung disqualifizierte und auf den zweiten Platz setzte. Dritter wurde der Mitfavorit Amoroso. Der Sieger, der früher in Hong Kong stationiert war, war bei seinen letzten beiden Versuchen am Start stehen geblieben.
Das dritte Listenrennen des Tages, die Excelsior Hotel Ernst-Meile wurde dann aber von einem stark gewetteten Pferd gewonnen. Denn Mario Hofers Frontrenner Apollo Star (41:10), ließ der Konkurrenz wie schon bei seinem Saisondebut unter Stalljockey Andreas Suborics erneut keine Chance, kam leicht gegen Madresal und König Turf hin, die auch durch das Zielfoto nicht zu trennen waren.
‚Er ist schon ein erstaunliches Pferd, hat sich immer weiter gesteigert. Für seinen nächsten Start tendiere ich eher nach Mailand als nach Baden-Baden‘, so Mario Hofer.
In der ‚Wettchance des Tages‘, dem 5. Rennen, in dem es in der Vierwette eine garantierte Auszahlung von 30.000 Euro gab, musste der Favorit Cavan Gael eine knappe Niederlage hinnehmen. Der Recke-Schützling schien lange Start-Ziel nach Hause zu kommen, doch war Orchard (Jose-Luis Silverio) aus dem Stall von Norbert Sauer am Ende einen Tick stärker.
Da auf den Plätzen drei und vier mit Funni Toni und Sola vera Außenseiter waren, zahlte die Viererwette die stolze Quote von 49.754:10.











