Gr?schel-Dreij?hrige Alexa und Esposito in Halle vorne

War es Zweckpessimismus? In den Trainingsberichten der Sport-Welt gab sich Trainer Hans-Jürgen Gröschel (Foto) zu seinen Startern an diesem Wochenende ziemlich zugeknöpft. ‚Meine Pferde brauchen noch Zeit. Ich möchte vorerst noch keine Kommentare abgeben‘, hatte der Coach gesagt.

Doch die Stallform des Hannoveraners zieht merklich an. Am Samstag stellte er die Areion-Tochter Alexa beim Premieren-Renntag in Halle siegfertig vor.

Als Viktor Schulepov den Speed der 53:10-Chance einsetzte, löste sie sich locker den dem Recke-Schützling Fairy Forest, der lange geführt hatte, und von Super Rheinberg. Enttäuschend früh ließ die auf 18:10 heruntergewettete Auenquellerin La Sauvage nach, wurde nur Vierte.

Während es für Gröschel der Treffer Nummer 898 war, also bald ein Jubiläum bevorsteht, punktete Schulepov zum 1025.Mal!

In bestechender Form agiert unverändert Jockey Jiri Palik. Vor allem wenn er in den Sattel eines Pferdes aus dem Stall von Angelika Glodde steigt, schrillen die Alarmglocken. So war auch auf Samwise Gamgee im Ausgleich IV über 1200 Meter viel Geld unterwegs. Trotz eines Spurwechsels schnappte der 36:10-Mitfavorit die Frontrennerin Königsbotin noch nach Foto-Entscheid.

Bereits in der einleitenden Handicap-Prüfung trumpfte Palik mit Michael Sowas Tamas (63:10) auf, der aus passender Strecke deutlich über der Konkurrenz stand.

Leider wurde das Feld im Altersgewichtsrennen durch die Abmeldung von Lord Areion auf fünf Pferde dezimiert. Sein Betreuer Christian Sprengel hatte bereits vorher angekündigt, mit ihm nur auf elastischen Untergrund zu starten.

Der Spannung tat dies allerdings kaum Abbruch. Denn in einem erbitterten Duell schnappte sich Stall Ramons Esposito (32:10) ganz zuletzt mit einem Hals-Vorteil noch den lange führenden Bodyguard of Spain, der schon alles für sich hatte. Andreas Helfenbein setzte seine große Form also auch auf den Passendorfer Weisen fort.

Und wo war der 16:10-Favorit Mharadono? Auf möglicherweise nicht mehr passendem Boden musste der Hirschberger-Schützling früh passen, war nur Vierter hinter Sekota.

Mit einem Doppel des Stalles Ramon wurde es allerdings nichts, denn der 13:10-Favorit Lord of Esteem wurde in der Maidenklasse nur Zweiter. Mehrfach wurde der Recke-Schützling erheblich behindert, war somit klar unter Wert geschlagen. Somit ging der Rekonvaleszent Assahab (73:10, Benjamin Clös/Trainer Uwe Stech) einem lockeren Sieg entgegen, trug dabei die Farben von Gruppesieger White Lightning.

Nach drei Ehrenplätzen an diesem sonnigen Nachmittag konnte sich Eduardo Pedroza beim zehnten Saisonerfolg doch noch entschädigen, als er im BBAG-Cup, dem Finalrennen, einem 1750-Meter-Ausgleich III, für seinen Chef Andreas Wöhler mit Rennstall Darbovens Mi Violetta (21:10) ganz souverän gegen Mesias und Legato hinkam.

Leider präsentierte sich die Bahn in Beton-ähnlichem Zustand (Bodenwert: 2,4). Deshalb musste man jede Menge Nichtstarter verkraften. Auch Hubertus Fanelsa meldete alle seine Kandidaten ab.

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