Dreij?hrigen-Asse: Vive l?etoile, Shrek und viele andere

Jetzt kommt der Express von Trainer Uwe Ostmann (Foto) ins Rollen. Am Montag stellte der Mülheimer Coach den dreijährigen Big Shuffle-Sohn Vive l´etoile in Köln zum ersten Mal vor. Unter Stalljockey Andreas Boschert packte der Fuchs, der als 47:10-Chance angetreten war, mit zunehmender Distanz in dieser 1400 Meter-Prüfung immer besser an, schnappte sich in bemerkenswerter Manier By Lisken und Bambari.

Die heiße Favoritin Kick Back ließ dagegen diesmal den entscheidenden ‚Kick‘ vermissen, musste mit Platz vier vorlieb nehmen. ‚Das war nicht das Pferd vom letzten Mal, woran es lag kann man unmittelbar nach dem Rennen schwer sagen‘, hieß es aus dem Schiergen-Lager nach dem Rennen, während Uwe Ostmann sagte ‚wir machen mit Vive l´etoile erst einmal im Handicap weiter, große Pläne gibt es noch nicht. Er ist aber mit Sicherheit ein gutes Pferd.‘

Die nächste Enttäuschung für Trainer Peter Schiergen gab es in einer weiteren Maidenprüfung in Köln, als sich der hochgehandelte Ammerländer Rapid River überhaupt nicht in Szene setzen konnte und im geschlagenen Feld eintrudelte. Das Form- und Konditionspferd Song of Pride (Torsten Mundry, 41:10) aus dem aktuell so dominanten Recke-Stall verwies Freminius und Zuckerpuppe auf die Plätze.

Shrek oder Auenschütze? Das war die Frage vor einem 1850-Meter-Ausgleich III. Die beiden hochgehandelten Dreijährigen schienen über dem Feld zu stehen. Doch der Pilot Auenschütze gab sich restlos geschlagen, verschwand ganz ans Ende des kleinen Feldes.

Da war der Weg endgültig frei für den Pelder-Sohn Shrek, der in den Paolini-Farben von Carde Ostermann-Richter unter Andreas Wöhlers Stalljockey Eduardo Pedroza ganz locker dem großen Vertrauen gerecht wurde. Der Bruder des Gruppe I-Siegers Senex scheint auf dem Weg nach Hamburg eine weitere starke Waffe seines mächtigen Quartiers zu sein.

In Hannover wurde der von Christian Sprengel traineirte Aturo (Wladimir Panov) in der Maidenklasse vollauf gerecht. Nach dem zweiten Rang im Münchener Auktionsrennen musste der Big Shuffle-Sohn hier auch beste Möglichkeiten besitzen. Die 23:10-Chance setzte sich früh von Giant Generation und All my Life ab, kann jetzt wieder in besseren Aufgaben angreifen.

Fast jeder Schuss ein Treffer – so ist die Losung bei den Dreijährigen von Neu-Trainer Jens Hirschberger. Im gewöhnlichsten Handgalopp trumpfte bei den Sieglosen der Schlenderhaner Tiger Hill-Sohn Allanit auf, der mit Jiri Palik vorneweg dem Außenseiter Unisonow und Emporio davonstiefelte.

Während es auf Allanit nur 21:10 gab, zählte die Artan-Tochter Tirza in München zu den Außenseitern, soll aber als ‚gutes Ding‘ unterwegs gewesen sein und den ein oder anderen Buchmacher viel Geld gekostet haben.

Alexander Pietsch ritt die 116:10-Außenseiterin, für die es der erste Auftritt überhaupt war, zu einem knappen Erfolg über die heranstürmende Royal Dragon-Tochter Waky Love, die es wenig weiter wohl geschafft hätte. Der Favorit und letztjährige Auktionsrennen-Dritte Wellinas wurde Dritter. Siegtrainer Mirek Rulec stellt seine Pferde weiterhin in bester Verfassung vor.

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