Der Feinschliff f?r die Klassiker am Ostermontag in K?ln

Im Preis der Winterkönigin, dem bedeutendsten Stuten-Examen für Zweijährige, musste Touch my Soul Shane vor sich dulden. Eine Lady, auf die man sogar in Dubai aufmerksam wurde und sie schnell in den Besitz des Godolphin-Imperiums überführte. Sie bleibt den 1000 Guineas am 29. April in Düsseldorf natürlich fern. Somit gilt ihr runner-up als erste Adresse für den Klassiker.

Zumindest vorläufig. Denn am Ostermontag muss sich die Brümmerhoferin aufs Neue beweisen, wenn sie beim Finalauftritt vor dem großen Event nun in Köln ihre Dreijährigen-Kampagne beginnt.

Stalljockey Andrasch Starke schwingt sich im Preis des Union-Gestüts – 60. Frühjahrs-Stuten-Preis auf die Tiger Hill-Tochter. Bis zuletzt hielt sich Trainer Peter Schiergen offen, wo er die Stute satteln würde, letztlich entschied er sich für den Weidenpescher Park und gegen Düsseldorf.

Doppelt vertreten ist das Gestüt Ittlingen, wobei Chantra (Torsten Mundry/Peter Rau) und Prianca (Andreas Suborics/Mario Hofer) unterschiedliche Quartiere repräsentieren.

Mario Hofer rechnet sich mit Prianca ebenfalls etwas aus. Beinahe hätte Taita (Viktor Schulepov) im Kronimus-Rennen schon ihren ersten Listensieg eingefahren. Da sollte Hans-Jürgen Gröschels Hoffnungsträgerin auch hier gleich etwas bewegen können.

Ein nicht zu unterschätzendes konditionelles Plus besitzt die Fährhoferin Praia (Eduardo Pedroza), die beim verdienten Maidentreffer in Düsseldorf den hohen Erwartungen gerecht wurde.

Auch im Jean-Harzheim-Rennen, das vor einigen Jahren modifiziert wurde, kämpfen dreijährige Stuten um 20.000 Euro und Listen-Ehren, wobei hier eher die Steherinnen gefragt sind. Auf der 250 Meter längeren Distanz (1850 Meter) ist das Aufgebot mit einem halben Dutzend Kandidatinnen ebenfalls übersichtlich ausgefallen. Man probt für den klassischen Henkel – Preis der Diana.

Eine glänzende Referenz führt Scoubidou (Foto, Andreas Suborics) ins Feld, avancierte sie doch bereits zweijährig zur Gruppesiegerin (Premio Dormello).

In Italien landete Loa Loa (Eduardo Pedroza) deutlich hinter ihr, doch ist diese Form sicher zu streichen. „Sie ist eine feine Stute, die mit der Distanz keine Probleme bekommen sollte“, versichert Wöhler, der außerdem die Fährhoferin Pasaquina (Andreas Boschert) sattelt. „Sie hat in Dresden das längste Zweijährigenrennen gewonnen und ihr Stehvermögen unter Beweis gestellt.“

Peter Rau hat mit der Röttgenerin Naomia (Andrasch Starke), die in der Winterkönigin auf Platz sieben einkam, und der beim bislang einzigen Auftritt in Hannover sehr überzeugenden Waldliebe (Torsten Mundry) zwei Eisen im Feuer.

Erst einmal gestoppt wurde Georg Baron von Ullmanns Meridia (Terry Hellier) nach dem tollen Frankfurter Erfolg 2006 im Criterium de Saint-Cloud. Doch in einem der anspruchsvollsten Youngster-Rennen Europas Sechste zu werden, war alles andere übel.

Neun Rennen erwarten die Turffreunde am zweiten Renntag des Jahres in Köln, wo man wie auf vielen anderen Bahnen mit Startermangel zu kämpfen hat.

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