Der gro?e Cup-Rahmen: Die Elite im Derby, Shaheen, Mile

Nicht nur das Sheema Classic mit Quijano, der World Cup und das Duty Free haben es am Samstag in Dubai in sich. Auch die weiteren Prüfungen versprechen Sport der Extraklasse. Godolphin gegen Mike de Kock – so könnte wie schon häufig in der Vergangenheit die Losung im UAE Derby (Gruppe II, 2 Mio. Dollar, 1800 m, Dirt) lauten, denn beide Ställe stellen im 13er-Feld die Favoriten dieser Prüfung.

Vor einem Derby-Triumph könnte eine Stute stehen, die mit ihren Erfolgen in den UAE 1000 Guineas und UAE Oaks riesigen Eindruck machte; Folk, die bislang für Trainer Ismail Mohammed und Hamdan, einen Sohn Sheikh Mohammeds startete, wird nun erstmals die Godolphin-Farben (Foto von Trainer Saeed bin Suroor) tragen.

Wie eine Bombe schlug auch EU Tambem beim Racing Carnival ein, canterte zuletzt in einem Gruppe II-Rennen mit fünf Längen die Gegner ab und gibt ebenfalls im Derby sein Godolphin-Debut.

Interessant: Stalljockey Frankie Dettori entschied sich für den Hengst, während Kerrin McEvoy auf Folk zum Einsatz kommt, mit der er schon zuletzt erfolgreich war. Day Pass, der dritte ‚Blaue‘ im Bunde, muss die letzte Vorstellung dagegen steigern. Mit Princessin Hayas Rallying Cry hat Trainer Saeed bin Suroor sogar noch eine vierte Hoffnung im Rennen.

Ein harter Prüfstein für Sheikh Mohammeds Truppe ist im Jahr nach Discreet Cats Erfolg nun Mike de Kocks Asiatic Boy (Weichong Marwing), der bei all seinen drei Dubai-Auftritten ungemein imponierte und Favorit werden dürfte. Zuletzt legte er sieben Längen zwischen sich und die Konkurrenz. Das könnten die gegebenen Pferde sein.

Die Elite der Sprinter nimmt Kurs auf das mit 16 Pferden kopfstark besetzte Dubai Golden Shaheen (Gruppe I, 2 Mio. Dollar, 1200 m, Dirt), das häufig eine Beute der Amerikaner war und nun im Zeichen der Breeders´ Cup Sprint-Revanche zwischen Thor´s Echo, Friendly Island und Nightmare Affair stehen könnte. Michael McCarthys Friendly Island gefiel auch als Grade 2-Sieger in Santa Anita über diese Distanz.

Zwei in Florida ansässige Kandidaten konnten in der Vorbereitung sehr überzeugen. Es handelt sich um Kelly´s Landing, Bahnrekordhalter in Churchill Downs über 1200 Meter, und den bereits erwähnten Nightmare Affair. Breeders´ Cup Sprint-Sieger Thor´s Echo stellt sich wie Terrific Challenge und Bounty Quest längst als Dubai-Vertreter vor, wird er doch von Satish Seemar trainiert. Zuletzt hatte man sich in einem Vorbereitungsrennen allerdings mehr von ihm versprochen.

Südafrika baut auf National Colour, Agnes Jedi könnte Japan auf die Siegerstraße bringen. Ein Schlüsselrennen als Vorbereitung war eine Gruppe III-Prüfung beim Racing Carnival, als Doug Watsons Terrific Challenge gegen Bounty Quest die Oberhand behielt, hier wurden Agnes Jedi und Thor´s Echo Fünfter bzw. Sechster.

Todd Pletcher schickt neben Friendly Island mit Bishop Court Hill einen siebenjährigen Wallach, der gerade auf Grade II-Ebene erfolgreich war. Doug O´Neills Harvard Avenue ist auf demselben Level bereits profiliert.

Das Aufgebot komplettieren Areyoutalkingtome, der von Freddie Head in Frankreich trainierte Marchand d´or, sowie die Einheimischen Salaam Dubai und Thajja und Tiza für das Bayern Syndikat rund um den Deutschen Rupert Plersch.

Ein sehr internationales Feld lockt die Godolphin Mile (Gruppe II, 1 Mio. Dollar, 1600 m, Dirt) mit 16 Pferden an. Mullins Bay aus dem Stall von Mike de Kock und der Lokalmatador Singing Poet platzierten sich in der zweiten Runde der Al Maktoum Challenge hinter dem Cup-Starter Kandidate. Impossible Ski und Nelore Pora vertreten Brasilien.

Vor einem Jahr entführte Utopia die Prüfung nach Japan. Nun hofft das Land der aufgehenden Sonne auf Fusaichi Richard, der zuletzt ein Gruppe II-Rennen gewann. Parole Board, Boston Lodge, Gold For Sale, der Engländer Vortex (Trainerin Gay Kelleway) und Blatant haben sich allesamt schon beim Racing Carnival versucht.

Der Amerikaner Dixie Meister aus dem Canani-Stall trägt die Farben Gary Tanakas und erkämpfte sich zuletzt ein Grade 2-Rennen in Santa Anita, während Doug O´Neills Spring At Last im Dezember schon Zweiter in den Malibu Stakes (Grade 1) war. Auch Gharir gehört zum Team des Gastgeberlandes.

Doppelt vertreten ist Godolphon mit Killybegs und Court Masterpiece, der neu zur blauen Flotte hinzugestoßen ist, im Vorjahr bereits auf höchster Ebene triumphierte. Dagegen lautet bei Merlerault die Losung ‚Nad Al Sheba statt Neuss‘, denn Trainer Philippe Demercastel entschied sich mit dem Sieger des ersten Grand Prix der europäischen Sandbahnserie aus Deauville nun für diese Prüfung anstelle des Listenrennens am Hessentor, das er möglicherweise im Spaziergang gewonnen hätte.

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