Nach dem erfreulichen dritten Platz zum Saisoneinstand in Katar wird Europas bester Araber, der fünfjährige, von Andreas Trybuhl in Köln für den Stall Lucky Stables International trainierte Robbie am Samstag zum zweiten Mal seine Visitenkarte auf arabischem Boden abgeben. Ziel ist diesmal die Rennbahn Nad Al Sheba, wo er im Rahmen des World-Cup-Tages im Dubai Kahayla Classic, einem mit 250.000 US-Dollar dotierten Gruppe-I-Rennen, über 2000 Meter antritt.
Wie bei seinen letztjährigen Gruppe-I-Siegen in Newmarket und Istanbul sitzt Stalljockey Adrie de Vries im Sattel des Fuchshengstes, der in Katar als Lohn für den dritten Platz in der Qatar International Trophy (ca. 211.613 Euro-1850 Meter/Gruppe I) rund 22.000 Euro auf das Konto von Gerda Kok-Cornet brachte.
Adrie de Vries (Foto), der am 13. März nach Dubai gereist war und vor Ort das Training des zwei Tage später aufgebrochenen Robbies überwachte, stieg in dieser Zeit mehrfach in Katar und Jebel Ali in den Sattel. So gewann er am Donnerstag der vergangenen Woche ein Araber-Rennen in Katar und war zudem noch einmal Zweiter. Einen Tag später kam er in Jebel Ali in einem Listenrennen zum Einsatz, blieb aber unplatziert.
Auf die Chancen seines Cracks angesprochen, gibt sich der 37-jährige Niederländer aus Sevenum am Telefon zuversichtlich und liefert gleich die Begründung hinterher. „Robbie, der ja nach dem Katar-Aufenthalt aufgrund der Quarantänebestimmungen wieder zurück nach Deutschland musste, hat sich sehr gut angepasst und sich in der Arbeit gesteigert, so dass wir schon hoffnungsvoll sein dürfen. Auch mit der Startnummer haben wir Glück gehabt, denn wir haben die Zwei gezogen. Katar hat ihm gut getan, zudem haben wir diesmal mehr Zeit für die Vorbereitung gehabt. Man sollte natürlich nicht vergessen, dass Robbie zum ersten Mal auf Sand zum Einsatz kommt.“
Der von Makzan aus der Naira stammende Hengst trifft auf zehn Gegner, die wie er 57 kg tragen und von denen allein vier aus dem Stall von Sheikh Hamdan stammen. Darunter befindet sich auch der von Richard Hills gerittene Madjani, der diese Prüfung in den beiden letzten Jahren gewann und bei seinen letzten zehn Starts in den Vereinigten Arabischen Emiraten lediglich eine Niederlage kassierte.
Er stellt somit auch das mit Abstand höchsteingeschätzte Pferd im Feld dar, während Robbie, der acht Rennen gewann, dreimal platziert lief und über eine Gewinnsumme von rund 190.000 Euro verfügt, nach Rating an fünfter Position rangiert.
Adrie de Vries, der am Mittwoch Besuch durch seine Ehefrau erhält, hat seine Deutschland-Rückkehr für den Montag, 2. April, terminiert. „Alles andere wäre mir zu hektisch geworden, danach gilt mein Interesse dem deutschen Rennsport.““











