Was kann dieses Pferd? Die Frage mus erlaubt sein. Denn auch beim dritten Auftritt in Deutschland erwies sich der von Christian von der Recke trainierte Cavan Gael als zu stark für seine Konkurrenten. Zwar hatte er für seinen zeiten Treffer in Serie en stattliches Aufgewicht bekommen, doch auch dies störte den England-Import im Besitz der Familie von Schmidt-Pauli nicht. Ganz im Gegenteil.
Pascal van DeKeere gab vorne richtig Gas, ließ den 14:10-Favoriten im Rennen mit dem Titel 30 Jahre Prisma (Ausgleich III, 1950 m) treten und verabschiedete sich schon im Schlussbogen auf Nimmerwiedersehen. Mit gewaltigem Vorsprung von sieben Längen ließ er Orfisio und Stateroom hinter sich. Interessant: Er kann nun auf Gras in der Maidenklasse weitermachen!
Über viele Wochen hat er es auf der Sandbahn ruhig angehen lassen. Doch zum Ausklang der Sandbahnsaison kommen die Pferde von Uwe Stoltefuß immer besser auf Touren. Eine Woche nach dem Erfolg mit Besi in Neuss punktete der Dortmunder Coach nun am Sonntag auf seiner Heimatbahn im Ausgleich III über 1700 Meter.
Mit Stall Tondoses El Star (36:10) stand der Sieger im Preis des TOP Magazin Ruhrstadt schon früh fest, denn Andreas Helfenbein konnte mit dem erst vor acht Tagen angetretenen Wallach vorne das Tempo kontrollieren und kam gegen die Doppelsiegerin Isabellareine sowie Mareedah bequem nach Hause. Ein absolut formgemäßer Einlauf.
Eigentlich schien die Wintermeisterschaft der Amateure schon eine klare Sache für Mark Gier zu sein, der vor dem Finallauf einen deutlichen Vorsprung besaß. Lediglich Steffi Hofer konnte ihn noch gefährden, aber nur im Falle eines Sieges im von Jaxx gesponserten letzten Durchgang.
Und tatsächlich, während Gier auf Flemming nur Fünfter wurde (Rang vier hätte ihm gereicht), brachte Mario Hofers Tochter bei ihrem zweiten Tagestreffer nach Noemi (Foto) den 25:10-Favoriten Ferrario nach einem ausgeprägten Ritt auf Warten noch als ganz überzeugenden Gewinner nach Hause.
‚Ich glaub es nicht, Steffi hat es tatsächlich noch gepackt‘, meinte Rennkommentator Pan Krischbin. 20 Punkte gab es für diesen Sieg, damit hatte Hofer 38 Zähler auf ihrem Konto und damit zwei mehr als ihr Konkurrent.
Bei sehr gutem Wetter war die Bahn bestens besucht. Glänzend kam die Verlosungs-Aktion an, zahlreiche Equitana-Lose (man kann das Rennpferd Naukos gewinnen) wurden verkauft. 252.870 Euro flossen durch die Kassen.










