Quijano: Laverock-Rematch und Kampf gegen den ‚Onkel‘

Der Donnerstagsrenntag in Nad Al Sheba, die vorletzte Veranstaltung vor dem Dubai World Cup am 31. März, wird allgemein „Super Thursday“ genannt. Und diese Bezeichnung verdient der Renntag, an dem einmal mehr eine Karte von acht Rennen (erster Start 15.45 unserer Zeit) angeboten wird, wirklich, denn es gibt gleich vier Grupperennen.

Zwei davon zählen zur Gruppe III, die anderen beiden, die Maktoum Challenge Round III (1600 m, Sand, 300.000 Dollar) und das Haafhd Jebel Hatta (Gras, 1777 m, 250.000 Dollar), zur Gruppe II.

Doch es sind nicht die Gruppe II-Prüfungen, die aus hiesiger Sicht das größte Interesse auf sich ziehen, sondern das fünfte Rennen des Tages (17.45Uhr), das Intikhab Dubai City of Gold, ein Grasbahnrennen über 2400 Meter, zur Gruppe III zählend, und mit 200.000 Dollar dotiert.

Hier versucht der Fährhofer Crack Quijano seinen zehnten Sieg hintereinander einzufahren und seinen dritten Dubai-Treffer zu landen, nachdem er in Nad Al Sheba bereits zwei Handicaps gewonnen hat. Nun geht es für den Acatenango-Sohn, der, wie bereits berichtet, diesmal von Asterblüte-Stalljockey Andrasch Starke geritten wird, also erstmals auf Pattern-Level zur Sache und es kommt zur großen Revanche mit dem von Dubai-Startrainer Ismail Mohammed (gewann am letzten Freitag gleich fünf Rennen in Nad Al Sheba) trainierten Laverock.

Vor drei Wochen konnte der Fährhofer aus dem Asterblüte-Stall von Championtrainer Peter Schiergen den zweifachen Gruppe I-Sieger nach einem dramatischen Finish mit einem kurzen Kopf in die Knie zwingen, dieser will nun natürlich die Revanche. Die Bedingungen sind nahezu identisch, lediglich ein halbes Kilo steht Quijano diesmal ungünstiger. Da darf man sich sicher auf das erneute Aufeinandertreffen der beiden Cracks freuen.

Doch wer denkt, es sind ausschließlich diese beiden, die das Rennen unter sich ausmachen, liegt falsch, denn es befinden sich neue Gegner im zwölfköpfigen Starterfeld, von denen einige nicht von schlechten Eltern sind. So zum Beispiel das Godolphin-Pärchen Best Alibi (Frankie Dettori) und Imperial Stride (Richard Hills). Best Alibi kommt zwar aus einer Pause seit Juli, doch war er für Trainer Michael Stoute im letzten Jahr Dritter im Irischen Derby und zuletzt Sieger in den zur Gruppe II zählenden York Stakes. Imperial Stride ist ebenfalls Gruppesieger, und stand auch früher bei Sir Michael Stoute, für den er das Scottish Derby (Gr.II) in Ayr gewann.

Und als besonderes „Schmankerl“ kommt es in Quijanos erstem Gruppe-Rennen zu einem Aufeinandertreffen mit seinem Onkel Quorum. Der ebenfalls von Acatenango stammende, einstige BBAG-Rekordjährling, der erstmals über die 2400 Meter-Distanz antritt, dürfte nach den letzten Eindrücken jedoch nur zu den Außenseitern zählen und eigentlich keine Gefahr für Quijano darstellen.

Seinen dritten Sieg in Folge versucht im Haafhd Jebel Hatta der vom Gestüt Olympia gezogene und von Ismail Mohammed trainierte Formal Decree zu erringen.

Das beste Pferd des Tages sieht man aber wohl im sechsten Rennen des Tages, denn im Lahan Burj Nahaar, einer Gruppe III-Prüfung über die Meile, dotiert mit 200.000 Dollar, gibt der ungeschlagene Dubai World Cup-Kandidat Discreet Cat sein Saisondebut.

Natürlich wird der von Godolphin-Stalljockey Frankie Dettori gerittene Hengst trotz Höchstgewicht von 61 Kilo als klarer Favorit in die Boxen einrücken, lediglich die ziemlich katastrophale Stallform spricht gegen einen Sieg des Forestry-Sohnes, denn bekanntlich trug beim diesjährigen Racing Carnival noch kein Sieger den Goldolphin-Dress.

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