Sie ist jetzt die Erste: First Sensation erwartungsgem

Rennkommentator Pan Krischbin ahnte es schon im Voraus. ‚Noch ist Gienah vorne, aber jetzt kommt die Attacke von First Sensation‘, sagte er in einer frühen Phase der Zielgeraden. Zu diesem Zeitpunkt galoppierte die 39:10-Chance First Sensation, die Jan Pubben in Sevenum für Lucien van der Meulen betreut, im Next Desert-Rennen am Sonntag in Dortmund noch an zweiter Position.

Doch mit jedem Galoppsprung wurde die Platini-Tochter unter der jungen Maria Papke druckvoller und schnappte sich diesen Ausgleich III (4.500 Euro, 1200 m) aus günstiger Startnummer völlig überlegen vor Gienah. Ihr eigenes Duell lieferten sich Red Boy und Agamedes für Rang drei, das schließlich in totem Rennen endete.

Punktesammeln lautet unverändert die Devise des Weilerwist-Trainers Christian von der Recke. Denn auch am Sonntag in Dortmund stellte der Coach seine Pferde in bester Verfassung vor. In einem Altersgewichtsrennen beherrschte der England-Import Boss Mak als 17:10-Chance Start-Ziel die Konkurrenz, die der Trainingsgefährte Falkenauge anführte.

Mit einer gehörigen Portion Kampfgeist raufte sich auch der mit 85:10 erstaunlich lang stehende Lord of Esteem (Pascal van DeKeere) bei den Sieglosen für den Recke-Stall an dem auf 11:10 heruntergewetteten Wings of Night vorbei.

Gleich zu Beginn hatte die von Mario Hofer trainierte und von seiner Tochter Steffi gerittene Giardini zum Kurs von 18:10 in der Maidenklasse über 1200 Meter nicht die geringsten Schwierigkeiten, schaffte den längst fälligen ersten Treffer.

Im gewöhnlichsten Handgalopp holte sich der von Michael Figge aus München nach Dortmund geschickte Cyclonic mit Karoly Kerekes auch sein zweites Sand-Handicap, zahlte gerade einmal 18:10. Ähnlich souverän trumpfte die frische Siegerin Celtic Sea (Jiri Palik) in einem anderen Handicap auf. Bei der Hasslocher Besitzertrainerin Scarlet Möller läuft es nach wie vor blendend.

Für einen Toto-Schocker sorgte Heini Nienstädts Lord Lion. Eine mehr als halbjährige Pause störte den Halbblüter nicht im Geringsten, der Start-Ziel zur Quote von 258:10 im Ausgleich IV mit Pascal Jonathan Werning nach Hause kam.

Verdient war der Erfolg des von Vera Henkenjohann ins ‚Rennen des Tages‘ (Preis der Sprungversteigerung am 16. März in Essen) geschickten Prato. Nach einer Menge an Platzierungen brachte Jiri Palik (Foto, zweiter Tagessieg, 54:10) den siebenjährigen Wallach gegen die Favoritin Nice to win, Marenzi und Cortado noch sicher in Front. Diese Favoriten-Viererwette zahlte 5454:10 Euro.

Großartig in Schwung hat Dirk Baltromei seinen Sweet Fighter. Norman Richter setzte sich im abschließenden Handicap mit der 81:10-Chance im Schlussbogen vor das Feld und parierte die starke Schlussattacke des Favoriten Sheldon, damit triumphierte der Wallach zum dritten Mal en suite.

Der Gesamtumsatz in den neun Rennen in Wambel belief sich auf 214.753 Euro, was dem Trend der vergangenen Wochen entspricht.

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