Vor einigen Jahren waren Carmen und Georg Bocskai (Foto) noch als Gastronomen auf der Urlaubsinsel Mallorca aktiv. Längst sind sie in den Galopprennsport zurückgekehrt, sorgen von der Schweiz aus für Furore, denn sie haben sich dort eines der führenden Quartiere aufgebaut. Am Sonntag war das Ehepaar natürlich auch beim ersten Meetingssonntag in St. Moritz vertreten.
Und sie begannen gleich überaus erfolgreich, Denn im Großen Preis Handels- & Gewerbeverein St. Moritz holten sie das erste Flachrennen (20.000 Franken, 1100 m) mit Bischoff´s Boy.
Erstaunliche 55:10 gab es noch auf den Vertreter des Stalles Black Point, den Georg Bocskai ritt und Carmen Bocskai trainiert. Nach hartem Kampf hielt er seinen Vorteil mit einer halben Länge gegen den Favoriten Sweet Venture sowie Radames fest. Der zweite Bocskai-Kandidat Encanto verlor ein Eisen und wurde Sechster.
‚Die Frage war nur, ob er um die Eecken kommt, aber das hatten wir vorher in Neuss getestet. Er ist ein großer Kämpfer‘, lobte Carmen Bocskai ihren Schützling.
Das Skikjöring (erstmals mit Startboxen ausgetragen, die ihre Feuertaufe bestens bestanden) ging wieder einmal an King George. Mit Jakob Broger, der seinen achten Titel in diesem Metier ansteuert, war gegen den Vorjahressieger, der später wegen Dopings disqualifiziert worden war, kein Kraut gewachsen, er schlug Answering und Salinas.
Nichts zu bestellen hatte das Trio von Christian von der Recke. King Diamond wurde Siebter, Sonnenglanz Achter und Bouquet Zehnter.
Carmen Bocskai legte im Großen Preis Hochmuth Bootsbau (23.000 Franken, 1800 m) sogar noch nach, als der von Torsten Mundry gerittene Quiron, zuletzt in Neuss erfolgreich, locker gegen First Time und den Vorjahressieger Collow hinkam. 62:10 gab es auf Quiron, der nun wie die Platzierten den Grand Prix ansteuert.
‚Ich habe ihn nur mit Händen geritten, er müsste im Großen Preis eine gute Chance haben‘, versicherte Torsten Mundry. Vierter wurde der zweite Bocskai-Vertreter Dixigold.
Im abschließenden Großen Preis American Airlines (15.000 Franken, 1600 m) musste sich Carmen Bocskais Doneen nur Shakiras Melody (Robert Havlin) geschlagen geben, was den zweiten Treffer für Trainer Miroslav Weiss bedeutete. Dritter wurde Vlavianus. Bei bester Witterung herrschte Top-Stimmung auf dem zugefrorenen See.











