Bis zuletzt wurde hart gerungen um jeden Starter. Im Sekretariat des Neusser- Reiter- und Rennvereins glühten die Drähte. Lange stand die Veranstaltung am Samstag auf der Kippe. Wegen zu geringer Beteiligung drohte eine Absage des Renntages am Hessentor. Man möchte es kaum glauben, kann doch aktuell bestens durchgearbeitet werden.
Bei Temperaturen von um die 15 Grad wäre fast anzunehmen, das Frühjahrs-Meeting stünde vor der Tür. Aber wir befinden uns mitten im Winter. Es ist die Zeit der Sandbahnspezialisten.
In acht Prüfungen (das Verkaufsrennen fiel dem Rotstift zum Opfer) kommen die Dirt-Kandidaten diesmal zum Einsatz, erster Start ist um 14.15 Uhr. Natürlich wartet man wieder mit dem „Rennen des Tages auf. Bei einer garantierten Mindestausschüttung von 10.000 Euro in der Viererwette darf man wieder auf reichlich Wettbegeisterung hoffen.
Längst hat sich die Neuschaffung dieser Prüfungen als Umsatz-Garant und Top-Idee erwiesen. 14 Kandidaten (hinzu kommen noch zwei „Ersatzpferde“) bestreiten den SIS-Cup, ein schwer zu entschlüsselndes Handicap über 2300 Meter.
Sportlich noch höher angesiedelt ist der Preis der Sport-Welt als Ausgleich III über 2300 Meter mit einem starken Zehnerfeld, das sich hauptsächlich aus stark profilierten Pferden der vergangenen Wochen zusammensetzt. So führte Trainer Christof Schleppi den unverwüstlichen Saint Jean zu zwei Treffern hintereinander.
Zuletzt in Dortmund lieferten sich Eutropius aus dem Stall von Peter Hirschberger (Foto) und Flash Dancer eine erbitterte Auseinandersetzung, wobei zuletzt der Hirschberger-Schützling mit mächtigem Endspurt noch zum Zuge kam. Auch diese Prüfung könnte ein richtiges Wettrennen werden.
Auch an diesem Wochenende steigt Champion Andreas Suborics noch hierzulande in den Sattel, bevor er erneut in Japan für Furore sorgen möchte. Mit River Woods und Domenikus besitzt er zwar nur zwei Chancen, doch könnte er beide Male punkten.











