Die RaceBets.com-Hürdenserie auf der Galopprennbahn in Neuss wird immer mehr zu einem Renner. Die als besondere Zuschauattraktion ins Leben gerufene Abfolge von Hindernisprüfungen auf Gras lockte am Sonntag die bislang besten Pferde in diesem Winter über Sprünge an.
Mit dem 2005 in Italien sogar zum Gruppe III-Sieger aufgestiegenen Quirino und dem schon in England platzierten Hippodrome präsentierten sich im vierten Lauf echte Asse. Und beide Pferde machten erwartungsgemäß auch die Entscheidung unter sich aus.
Wobei das 5200 Euro-Rennen über 3200 Meter der schwer gewordenenen Bahn eigentlich nur die Sache von Quirino war. Trotz einer Pause seit September 2005 bewies der sechsjährige Wallach des Stalles Burg Müggenhausen (dort war er wegen einer schweren Sehnenverletzung erfolgreich mit einer neuartigen Methode behandelt worden), dass viel Potential in ihm schlummert.
Allerdings mussten seine Anhänger unterwegs mehrfach schwitzen, denn fast an jedem Hindernis geriet Quirino mächtig ins Schlingern, tendierte stets nach außen. Ende Gegenüber wäre Jan Korpas fast aus dem Sattel des 15:10-Favoriten gekommen, doch ging alles glatt ab.
Schon am Ziel vorbei hatte der Lagunas-Sohn die Spitze übernommen, besaß am Ende elf Längen Vorteil auf Hippodrome, der wiederum 16 Längen vor dem Riesenaußenseiter Wildbach blieb. Auf den Volkseinlauf Quirino – Hippodrome gab es 36:10.
‚Wenn er entsprechend läuft, dann versuchen wir es bald in England‘, hatte Quirinos Trainer Christian von der Recke (gewann auch das erste Rennen 2007 mit dem Import Cavan Gael unter Adrie de Vries) schon vorher gesagt. Jetzt kann man die Reise auf die Insel sicherlich in Angriff nehmen. ‚Er ist etwas schräg gesprungen. Jetzt steht der Trip nach England an‘, bestätigte Recke nach dem gelungenen Aufgalopp.












