Zu schnell f?r die anderen: Glad macht wieder alle stolz

‚Eigentlich ist die Distanz viel zu kurz für ihn. Aber zu meiner Überraschung kam er gleich gut mit. Ich hatte die Order, so spät wie möglich in Front zu ziehen. Das klappte leider nicht, da die anderen Pferde früh geschlagen waren, aber es hat ja alles noch funktioniert‘, berichtete Peter Heugl (Foto) nach dem Kampferfolg von Glad to be fast, einem in ganz anderer Straße etablierten Globetrotter, in einem Altersgewichtsrennen an Silvester in Neuss.

‚Am 5. Januar fliegt er wieder nach Dubai‘, gab der Jockey auch gleich die weitere Marschroute aus, während Trainer Mario Hofer das gut besetzte Altergewichtsrennen von zu Hause aus verfolgte.

Mitte der Geraden zog Glad to be fast außen bestens an, der Jenny-Wallach schien sich zunächst locker absetzen zu können. Doch dann endete Rascacio weiter innen wie auf Flügeln, kam noch bis auf einen Kopf heran.

‚Wir steuern nun St.Moritz an, er hat seine Form bestätigt‘, kommentierte Christian von der Recke. Austrian kam innen nicht entscheidend weiter, hätte vielleicht nicht seinen guten Platz aufgeben sollen. ‚Er wäre besser selbst gegangen‘, signalisierte Werner Baltromei, der mit dem Hengst nun Cagnes-sur-mer anpeilt.

Siegtrainer Mario Hofer (sein Schützling hatte auch vor einem Jahr genau an diesem Tag gewonnen) sagte am Telefon: ‚Glad to be fast war einen Tick zu früh vorne. Dann hielt er seine Sache für erledigt. Ein sagenhaftes Pferd, das nun in Dubai wieder in Handicaps antreten wird.‘

2005 hatte Horst Steinmetz bei Nicarons Derbysieg noch den Höhepunkt seiner Karriere erlebt. Die Saison 2006 erfüllte dagegen bei weitem nicht die Erwartungen des Neusser Seniortrainers. Immerhin gab es einen versöhnlichen Abschluss.

Denn die dreijährige Kupferkrone beendete mit ihrem Maidentreffer unter William Mongil eine ewige Durststrecke, markierte den ersten Sieg für den Coach seit der Hamburger Derby-Woche im Juli!

Im nächsten Lauf der RaceBets.com-Hürdenserie gab es durch Dirk Austmeyers Trigeminus eine kleine Überraschung. Doch der 74:10 am Toto stehende Wallach bekam von Roman Mackowiak die Prüfung wesentlich besser eingeteilt als der Favorit Smartian.

Auf diesem legte sich Oliver Schnakenberg viel zu weit aus dem Rennen, nahm außen erhebliche Umwege in Kauf, so dass am Schluss die Reserven fehlten und er eine deutliche Niederlage kassierte. Dritter wurde Lysantino in klarem Abstand.

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