Beinahe hätte es der ehemalige Sprint-Superstar noch einmal geschafft. Beinahe hätte Silent Witness (Foto) zum dritten Mal den HK Sprint (12 Mio. HK-Dollar, erstmals über 1200 m) nach 2003 und 2004 noch einmal gewonnen. Unter Felix Coetzee zeigte der frühere beste Flieger der Welt, der nach sechs Rennen ohne Volltreffer einiges von seinem Ruf eingebüßt hatte, am Sonntag die beste Form seit langem.
Doch ein Konkurrent war noch deutlich stärker – Absolute Champion, ein Schützling von David Hall (gewann sein erstes internationales Gruppe I-Rennen überhaupt), spurtete der von Silent Witness angeführten Konkurrenz in der entscheidenden Phase in atemberaubender Manier davon. Unter Brett Prebble ‚zerstörte‘ (so drückte es der Rennkommentator aus) der fünfjährige Wallach seine Rivalen, gewann sein drittes Rennen hintereinander mit viereinviertel Längen Vorsprung. Dabei war er nur über die Reserveliste ins Feld gerutscht.
Der 64:10-Mitfavorit legte aus günstiger Startbox die 1200 Meter in unglaublichen 1:07,8 Minuten zurück, stellte damit nur wenige Wochen nach seinen 1:08,1 Minuten in der HSBC Bowl einen neuen Bahnrekord auf, nachdem damals die Bestmarke ewig gehalten hatte.
Silent Witness scheint wieder auf dem Weg nach ganz oben zu sein, während hinter den beiden HK-Chinesen (Hong Kong gewann das Rennen zum fünften Mal hintereinander) der Riesenaußenseiter Benbaun (Jamie Spencer) ausgezeichnet lief. Als Dritter verwies er Down Town auf Rang vier, während der stark heruntergewettete Sunny Sing (Christophe Soumillon) als Fünfter nie in die engere Entscheidung fand.
Der Australier Takeover Target, eigentlich der Top-Favorit, durfte nicht teilnehmen. Seine Dopingproben war schon seit einigen Tagen nicht einwandfrei. Bitter für die Fans des Klassefliegers!
Im Vorjahr hatte der Caspar Fownes-Schützling The Duke in der Hong Kong Mile noch mit dem Ehrenplatz vorlieb nehmen müssen. Doch am Sonntag sollte es endlich einmal reichen für den siebenjährigen Danehill-Sohn. Bis zur Linie kämpfte der 152:10-Außenseiter in diesem mit 16 Mio. HK-Dollar dotierten 1600 Meter-Event verbissen, raufte sich unter dem Franzosen Olivier Doleuze gegen den enorm schnell werdenden Favoriten Armada (Douglas Whyte) mit einem Kopf nach Hause.
Eine enorm flotte Pace hatte der Italiener Ramonto (Edmondo Botti) aus einer Außenbox gesetzt, eroberte einen ausgezeichneten dritten Rang vor Bullish Luck, schob sich also als einziger zwischen die Hong Kong-Pferde und sorgte dafür dass mit 1:33,4 Minuten die 23 Jahre alte Rekordzeit für 1600 Meter in Sha Tin nur um eine Zehntelsekunde verpasst wurde!
Beachtlich schlug sich zudem der Goldene Peitsche-Sieger Linngari (Greg Schofield) als Fünfter, wertete die Leistung aus Iffezheim damit ein gutes Stück auf.












