Überraschungen gab es am letzten Grasbahnrenntag des deutschen Turfs, am Sonntag in Bremen einige. Und auch das Hauptrennen wurde nicht von dem haushohen Favoriten gewonnen. Denn der von Andreas Trybuhl trainierte Soave, der seinen letzten Auftritt auf der Rennbahn hatte, musste eine knappe, überraschende Niederlage hinnehmen.
13:10 stand Soave, der über Vermittlung von Jean-Pierre Carvalho nach Frankreich verkauft worden ist und dort im Gestüt von Cedric Boutin decken soll, am Toto. Und bis kurz vor dem Ziel schien der Siebenjährige seiner Favoritenrolle auch noch gerecht werden zu können.
Doch gerade als es für Soave schon zu klappen schien, kam an der Außenseite noch Signum mit Jiri Palik angeflogen, der Kalatos-Sohn aus dem Stall von Angelika Glodde. 181:10 gab es auf den Dreijährigen, der nach der letzten Form ja auch nur schwer zu wetten war.
Hinter Soave (‚er wirkte nicht mehr so frisch, das habe ich schon zuletzt gemerkt‘, so Jockey Adrie de Vries) belegten Diable und Slade die Plätze drei und vier.
Überraschung auch in der European Breeders Fund Stutenmeile, die ebenfalls zu einer dreistelligen Quote von Mario Hofers Donatessa (132:10) gewonnen wurde, die sich unter Peter Heugl gegen Ninifee und Makalde durchsetzte.
Fast hätte es schon im ersten Rennen des Tages eine Favoritenniederlage gegeben, als der Spitzenzweijährige Kaleo aus dem Stall von Andreas Wöhler sich gegen die Löwe-Stute Mystic Lips erst nach härtestem Kampf und Zielfotoentscheid behaupten konnte.
Das so kopfstark besetzte Jagdrennen sah mit Maniac dagegen ein Pferd vorne, das zur Favoritengruppe gehörte. Maniac war der erste von drei Siegern für Trainer Uwe Stoltefuß, der später noch mit Amidyan und Rososterna zwei Handicaps gewann, wobei sich letztere unter Andreas Göritz das letzte Turfrennen des Jahres 2006 sicherte.












