Vive la France? Ganz starke G?ste in der Stuten-Meile

In Frankreich stellt er Jahr für Jahr die meisten Sieger, doch war er noch nie Champion: Jean-Claude Rouget, der Mann aus dem Westen der Republik, scheitert stets an der Regelung in unserem Nachbarland, die denjenigen Trainer zum Champion kürt, dessen Schützlinge das meiste Geld gewinnen. Und das ist nun einmal seit Menschengedenken Andre Fabre.

Doch hat der in Pau ansässige Rouget in den letzten Jahren mehr und mehr an Ansehen gewinnen können. Längst ist er nicht mehr ein „Provinztrainer“, seine Pferde mischen auch in den großen Rennen in Paris mit. Und darüberhinaus.

Beim Herbst-Meeting in Baden-Baden war er zum ersten Mal mit einem Starter auf einer deutschen Bahn vertreten. Das war der Dreijährige Garnica, der mit seinen Gegnern im Badener Sprint-Cup wenig Aufhebens machte. An diesem Sonntag ist mit der dreijährigen Stute Danzon wieder ein Rouget-Pferd in Deutschland am Start, diesmal geht es nach Köln, wo zum Saisonfinale im Weidenpescher Park mit der Herbst Stuten-Meile noch ein echtes Highlight im Mittelpunkt der Karte steht.

Und es ist gut möglich, dass es wieder einen Treffer gibt: Danzon heißt das Pferd, das Rouget aufbietet, Gruppe-Siegerin war sie schon und hat unlängst nach einer Sommerpause einen Konditionsstart bekommen. Ioritz Mendizabal ist wieder der Reiter.

Mit Drosia (Miguel Blancpain) kommt noch eine weitere Gaststute aus Frankreich an den Ablauf. Carlos Laffon-Parias heißt der Trainer, Criquette Heads Schwiegersohn hat ein hocherfolgreiches Jahr, Drosia hat mit einem Listensieg dazu beigetragen, sie ist höchst gefährlich. Heat of The Night (Filip Minarik) ist den deutschen Rennbahnbesuchern bestens bekannt, nach dem Listensieg in Bremen versucht es Trainer Peter Chapple-Hyam jetzt eine Stufe höher.

Starke Konkurrenz also für die fünf deutschen Stuten, doch brauchen sich diese nicht zu verstecken. Trainer Mario Hofer schickt aus Krefeld ein Duo, „Turning Light bevorzugt durchlässiges Geläuf, Mrs Snow mag es gut“, gab er über die Präferenzen seiner Stuten Bescheid.

Für Molly Art (Foto) ist es der letzte Start, sie geht anschließend ins Gestüt. Sie sollte nur laufen, wenn die Form noch da ist, dementsprechend gibt Trainer Uwe Ostmann Entwarnung: „Sie ist unverändert gut auf dem Posten.“

Für The Spring Flower (erster Grupperitt für Carina Fey) ist es ein weiterer Sprung, in Form ist sie in jedem Fall. Auch Orissa ist jetzt auf einer anderen Ebene als bisher am Start.

Der Racebets.Com-Sprint, in dem man mit Soave einen Gang zurückschaltet, ist das wichtigste Rennen im Rahmenprogramm. Auch bei den Zweijährigen wird man genauer hinschauen, und bemerkenswert ist sicher, dass das Rennjahr wieder mit einem Karnevalsrennen abschließt. Der dementsprechende Renntag ist bekanntlich dem Rotstift zum Opfer gefallen.

Der Veranstalter weist besonders daraufhin, dass an diesem Tag entgegen einer Veröffentlichung des Direktoriums die Neuregelung des Grundeinsatzes in der Dreierwette (50 Cent) noch nicht gilt. Der Mindesteinsatz beträgt unverändert einen Euro, was im Übrigen auch am gleichen Tag für Hannover greift.

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