Es hat sich inzwischen fast schon so eingespielt: Der Samstag gehört im deutschen Galopprennsport den neuen Bundesländern. Sieht man einmal von Meetings ab (in der kommenden Woche steigt in Iffezheim das Sales & Racing-Festival), dann traut sich ansonsten kaum noch ein Veranstalter auf diesen Termin, weicht der Fußball-Konkurrenz aus, was schon sehr bedauerlich ist und vor Jahren noch unverstellbar gewesen wäre.
Diesmal tritt man in Leipzig auf den Plan, kann am vorletzten Renntag der Saison im Scheibenholz eine mehr als ansprechende Karte von acht Prüfungen präsentieren. Zahlreiche Renommier-Gestüte unterstützen die Veranstaltung. Highlight ist der Preis des Gestüts Röttgen, ein mit 6.800 Euro ausgestatteter Ausgleich II über die Distanz von 1850 Meter.
Hier präsentiert sich das Aufgebot etwas überschaubarer mit sieben Kandidaten, doch macht das die Angelegenheit keineswegs uninteresssant. Angelika Glodde ist sogar mit zwei Pferden vertreten, den einzigen Stuten im Aufgebot. Die dreijährige Zackmünde und die ein jahr ältere La Rosa (Jiri Palik) können an einem guten Tag genug. Im Sattel der jüngeren Lady sitzt Wladmir Panov, ein aufstrebender Reiter, der allerdings von Andreas Wöhler (Foto) aus Ravensberg nach Köln wechseln soll.
Wöhler könnte ihm in dieser Prüfung einen Strich durch die Rechnung machen. Denn so wie Napoletano zuletzt beim ersten Start in den Farben von Co-Trainerin Christa Germann in Halle auftrumpfte, dürfte der Fünfjährige, der längere Zeit Rätsel aufgegeben hatte, noch weitere Reserven besitzen.












