Ganz Deutschland war bestürzt. Am ersten Oktobersonntag hatte man auf dem Longchamp-Kurs in Paris riesige Erwartungen auf ihn gesetzt. Shirocco (Foto), so schien es, könnte den Prix de l´Arc de Triomphe für Georg Baron von Ullmann gewinen. Doch dann erlebte der Breeders´ Cup-Hero sein Waterloo, endete auf dem allerletzten Platz, deutlich distanziert vom Sieger Rail Link.
Keine Frage, das war nicht der Shirocco, den die Welt kannte. ‚Shirocco ist untersucht worden, aber alles war so, wie es sein sollte‘, erklärte Gestütsleiter Gebhard Apelt gegenüber der französischen Fachpresse. ‚Er hatte keine erhöhte Temperatur. Wir haben keine rationale Erklärung.‘
Und Apelt weiter: ‚Herr Fabre hat hat ein, zwei kleinere Sachen gefunden, die aber von keiner besonderen Bedeutung sind, aber es ist durchaus möglich, dass eine kleine Geschichte in solch einem bedeutenden Rennen eine wichtige Rolle gespielt hat. Christophe Soumillon hat uns gesagt, dass er schon auf dem Weg zum Start kein gutes Gefühl hatte.‘
Man habe nicht verstehen können, dass Shirocco diesmal nie seinen Kampfgeist gezeigt habe. Er sei zuvor nie schlecht gelaufen. Dennoch ist eine Titelverteidigung im Breeders´ Cup Turf nicht zu den Akten gelegt. ‚Wir werden in einer Woche entscheiden, ob er in die USA reist oder nicht. Wir werden auf das Pferd und den Trainer hören‘, versichert Gebhard Apelt.











