Der Frankfurter Stutenpreis der Mehl-Mülhens-Stiftung gilt als eine weitere Black Type-Chance für dreijährige und ältere Stuten. Vor zwölf Monaten lieferten sich zwei Klasseladies eine wirklich ungemein spannende Partie. Wurfscheibe und Saldentigerin machten damals die Entscheidung unter sich aus, auf den letzten Metern verschaffte sich die Ravensbergerin einen knappen Vorteil.
Bei der Neuauflage des nun mit 55.000 Euro ausgestatteten 2150 Meter-Rennens am Sonntag spricht erneut vieles für eine Auseinandersetzung zwischen zwei Stuten aus den Ställen von Peter Rau und Peter Schiergen.
Klare Favoritin dürfte die Wittekindshoferin Nordtänzerin werden, denn ihr aktueller Erfolg im Merill-Lynch-Euro-Cup (Gruppe II) auf dieser Bahn war eine beeindruckende Angelegenheit. Und auch ihre Formspitzen aus sehr anspruchsvollen Aufgaben stempeln die erneut von Champion Filip Minarik zu reitende Stute zur Siegkandidatin Nummer eins im kleinen Sechserfeld.
Dass die von Peter Rau trainierte La Dancia zur Widersacherin avanciert, scheint nach der jüngsten Vorstellung der Brümmerhoferin sehr wahrscheinlich.
Die enorm verbesserte Mull of Kintyre-Tochter (dreifache Siegerin bei vier Starts, einmal hatte sie den Rennverlauf gegen sich) schlug in der Japan Racing Association-Trophy (Listenrennen) in Iffezheim mit Soudaine bereits eine Schiergen-Lady, das könnte ihr auch diesmal gelingen. Denn Fehler hat die Dreijährige bislang noch nicht gemacht.
Nach dem zweiten Platz mit Creative Mind am Sonntag in Hannover unternimmt der englische Trainer Eoghan O´Neill mit Dame Hester (Richard Mullen) einen Anlauf auf Black Type. Die Diktat-Tochter scheint ein ähnliches Kaliber zu sein.
Da wird es für die drei älteren Stuten gegen die drei Vertreterinnen des Derby-Jahrgangs sicherlich nicht ganz einfach. Aber Vorsicht! Deutlich auf dem Vormarsch scheint die Lokalmatadorin Spatzolita (Andreas Helfenbein), wie man an ihrem Ehrenplatz hinter dem Schlenderhaner Sommertag im Coolmore Stud – Baden-Baden-Cup unschwer erkennen kann. Coach Dave Richardson wird sich sicherlich etwas ausrechnen.
Das gilt auch für Trainer Hans-Albert Blume, der sogar eine Doppelspitze an den Main schickt, bestehend aus Stall Meerbuschs Smart Move (Johan Victoire), die zuletzt ihre tollen Frühjahrs-Formen nicht mehr so recht bestätigen konnte und nun eine Pause bekommen hat, sowie der Röttgenerin Wellola (Terry Hellier streift sich die Farben des Sponsors über), die sogar seit Juni nicht mehr am Ablauf war.
Ein stark besetzter Ausgleich II, eine Prüfung für Zweijährige und einige weitere interessante Handicaps ragen ferner aus der Karte von neun Rennen heraus, wo man sich im November noch einmal auf Gruppe-Parkett trifft.












