Als der Münchener Rennverein vor einiger Zeit die beiden sogenannten Criterien kreierte, stieß man auf eine Marktlücke. Bestens angenommen werden seit Beginn diese Prüfungen. Das war am Sonntag nicht anders. Vor allem das pferdewetten.de-Criterium hatte es in sich, eine mit 50.000 Euro dotierte Prüfung für dreijährige und ältere Pferde über die Meile.
Und wie schon vor zwölf Monaten rappelte es so richtig am Totalisator, war die Siegerin ungemein schwierig vorherzusagen: Gestüt Etzeans Wonderful Day machte allen Favoriten einen Strich durch die Rechnung, stürmte mit Riesenspeed als 252:10-Außenseiterin allen anderen davon.
Lediglich Electric Roi (Gary Hind) hielt sich noch einigermaßen in ihrer Nähe auf, womit beide Leichtgewichte vorne waren,während der zehn Kilo mehr als die Siegerin tragende Magic Dancer (Andreas Suborics) Rang drei eroberte und der Favorit Signum aus bester Lage nicht weiterzog.
Trainiert wird die vierjährige Wonderful Day, deren größter Treffer es bislang war, von Conny Brandstätter in Iffezheim und hatte den Schweizer Markus Kolb im Sattel. Eine seltene Erfolgskombination! Erstaunlich die Quoten: Die Zweierwette zahlte 10760:10, auf die Dreierwette gab es 17.159:10.
Auch die Dreierwette im galopprennen.tv-Criterium (50.000 Euro, 2200 m) war eine Angelegenheit der Außenseiter. Dabei hätte man daran erinnern sollen, dass der dreijährige Acatenango-Sohn Caudillo im Frühjahr sogar als Derby-Hoffnung gehandelt wurde. Nach einem Ansatz im Ausgleich II gab es nun für den von Dr. Andreas Bolte (Foto) in Lengerich trainierten Hengst unter Andreas Boschert kein Verlieren, schnappte er sich den ersten großen Zahltag seiner Karriere.
An der Außenseite flog die 82:10-Chance noch klar an Heavenly Blues (194:10, Tomas Bitala) und Oro Negro (372:10, Christian Czachary) vorbei. Nur auf Platz vier endete Amoroso, der Favorit Kiton war sogar noch weiter hinten, die beiden Rau-Schützlinge enttäuschten diesmal auf der ganzen Linie. Die Dreierwette zahlte 23.536:10 Euro.
Das Gestüt Park Wiedingen sicherte sich mit der Quezon City-Tochter Quezon Moon (81:10) ein Maidenrennen mit Jean-Pierre Carvalho, scheint die Geduld, die man mit ihr hatte zu lohnen, außerdem punktete die Zuchtstätte genau wie der Jockey und Trainer Dieter Ronge (legte mit Nicolao sogar einen dritten Sieg nach) dank Dundee im Handicap doppelt. Auch Andreas Suborics (La Cerrera, Nicolao) avancierte zum Doppelsieger.
Das Zweijährigen-Rennen ging an die Lando-Tochter Sweet Montana (Gary Hind, 24:10) aus dem Neusser Quartier von Axel Kleinkorres.











