Drei Zweij?hrigenrennen – Jugend forscht am Grafenberg

Ein Tag mit Perspektive auf der Grafenberger Rennbahn – im Mittelpunkt stehen traditionell an diesem Sonntag im September die Zweijährigen. Und da schaut man in der Regel doppelt hin. Insbesondere beim Junioren-Preis, in dem in der Vergangenheit spätere Größen wie Platini und Lomitas erfolgreich ihre Visitenkarte abgegeben haben.

Ob bei der diesjährigen Entscheidung ein ähnliches Kaliber am Start ist, kann nur vermutet werden. Uwe Ostmann, mit seinen Zweijährigen in dieser Saison besonders erfolgreich, sattelt Ursula Herberts Ibris (Foto), frischer Sieger im Kölner Auktionsrennen. Schon im Winter hatte der Mülheimer Trainer den Big Shuffle-Sohn besonders hervorgehoben, auch wenn das Pedigree nicht unbedingt zum Niederknien ist. Keine der ersten drei Mütter hat nur eine Rennbahn gesehen, „da habe ich Fehler bei der Aufzucht gemacht“, gab die Wuppertaler Besitzerin und Züchterin nach dem Kölner Sieg zu.

Dass der Hengst bei der BBAG-Herbstauktion den Reservepreis von 12 000 Euro nicht erreicht hat, dürfte sie im Nachhinein nicht geärgert haben. Beim einzigen Start war bislang Peter Schiergens Marzipan vor Ort erfolgreich, „er hat noch nichts falsch gemacht“, heißt es folgerichtig zu dem Acatenango-Sohn, den Terry Hellier steuert. Eine weiße Weste hat auch Roland Dzubasz’ Indy, der in Dresden gleich richtig Kasse gemacht hat. Man wird sich hüten, ihn zu unterschätzen, besonders nach den Erfahrungen von Mharadono im vergangenen Jahr.

Alle anderen Teilnehmer haben noch nicht gewonnen, nicht einmal gelaufen ist Next Style. Trainer Mario Hofer hat den rechten Bruder des Derbysiegers Next Desert natürlich nicht ohne Grund am Mittwoch bei der Vorstarterangabe nachgemeldet. „Ein gutes Pferd“, sagt er und bekräftigt das noch einmal, „ein sehr gutes Pferd. Er wird sich bestimmt nicht blamieren‘, so Hofer.

Aus der Gruppe Löwenherz, Forthe Millionkiss und Pamukkale sollte der Wöhler-Schützling die besten Aussichten haben, seine Iffezheimer Leistung war schon gut genug und die Gewichtsvorteile gegenüber den Siegern im Feld dürfen keineswegs unterschätzt werden.

Noch 20 000 Euro mehr gibt es im BBAG-Auktionsrennen für Stuten zu gewinnen, mit elf Starterinnen ist das Feld ausgezeichnet ausgefallen. Auch hier hat Mario Hofer gute Aussichten, sattelt er doch die Schlenderhanerin Sybilia, die in Iffezheim auf Anhieb nicht hätte besser abschneiden können. Zwei Kilo trägt sie weniger als die bereits erfolgreichen Hashbrown (war zuletzt hinter ihr), Pacific Sun (gab in Frankfurt ein starkes Debut) und Saasphee (verlor in Hamburg nur um Nüsternbreite, hat mit Johan Victoire einen Dauergast auf unseren Bahnen an Bord), das ist schon eine ganze Menge.

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