Die richtige Spurenwahl war am Freitag in Iffezheim gefragt. Der Jockey, der eine ideale Passage für sein Pferd fand, wurde dafür reichlich belohnt. Wie Andreas Boschert in der Maurice Lacroix-Trophy, der in diesem Gruppe II-Rennen für den jüngsten Jahrgang, über die erstmals geforderte Distanz von 1400 Metern, ganz außen an den Rails sein Pferd einsetzte.
Es war die ‚Goldspur‘, wie sich schon in den Rennen zuvor gezeigt hatte. Unterwegs war von Boschert und Global Dream noch nicht viel zu sehen gewesen. Während der Tscheche Oktaj eine flotte Fahrt diktierte, gefolgt von dem Engländer Lunces Lad und dem Ittlinger Kaleo, sah man den 46:10-Mitfavoriten an vierter, fünfter Stelle.
Oktaj und Lunces Lad konnten sich im Einlauf nur noch kurz behaupten, vor allem der Engländer kam etwas aus der Spur und schloss eine Lücke für Kaleo. Dadurch verlor der Ritt von Eduardo Pedroza viel Schwung, weiter innen drehte Sugar Baby Love (Andrasch Starke) mächtig auf, doch ein Blick zur Außenseite sorgte für Aufsehen.
Dort packte Global Dream riesig an und kam noch sicher mit einer halben Länge hin vor der an das amerikanische Team Valor verkauften Sugar Baby Love, in demselben Abstand folgte der sehr unglückliche Kaleo als Dritter, während Lucky Millionaire als Vierte deutlicher zurück folgte. Oktaj blieb sogar noch vor dem restlos enttäuschenden Channon-Vertreter Lunces Lad, der Letzter wurde.
Aleandros hatte auf dem Weg zur Bahn Andreas Suborics abgeworfen. Gottlob lief alles relativ glimpflich ab. Der Hengst konnte allerdings nicht laufen.
Beim zweiten Start gewann Global Dream sein ebensovieltes Rennen, ist ein weiteres Talent von Deckhengst Seattle Dancer aus dem Gestüt Auenquelle. ‚Er hatte sich seit seinem Hamburger Sieg weiter verbessert. Es war Riesentempo, Andreas Boschert hat das richtig eingeschätzt. Wir gehen nun in den Preis des Winterfavoriten. Vielleicht kann er auch die Derby-Distanz im nächsten Jahr‘, erklärte Trainer Uwe Ostmann (Foto), dessen Youngsters immer wieder für Furore sorgen. Dieses Team hatte vor zwei Jahren bereits mit Daring Love gewonnen.
Jockey Andreas Boschert fügte an: ‚Ich hatte mich mit der äußeren Spur angefreundet, der Trainer hatte mir freie Hand gelassen. Das Rennen war perfekt, ich hatte viel Vertrauen zu dem Pferd.‘












