Aspectus & Dancer geschlagen: Waleria mit Super-Speed!

Wow Waleria! Von wegen Aspectus. Von wegen Dark Dancer. Die Hengste hatten gegen diese Lady im Fürstenberg-Rennen nicht den Hauch einer Chance. Mit einem gewaltigen Speed war die Sensation am Mittwoch nach 2 Minuten und 10 Sekunden vor knapp 10.000 Zuschauern perfekt!

Die Siegerin des 110. Fürstenberg-Rennens heißt Waleria. Trainiert von Hans-Jürgen Gröschel in Hannover und im Besitz und aus der Zucht von Frau Dr. Dr. Otto.

Im Sattel saß der Mann des Meetings, Andreas Suborics. Sieg Nummer 9 für den Österreicher. Das Championat an der Oos ist ihm nicht mehr zu nehmen. Bei ihrem fünften Sieg in Folge zahlte Waleria am Toto 49:10, war erstaunlich gut gewettet.

Die Wetter trauten ihr sogar fast mehr als dem Derby-Fünften Dark Dancer (48:10) zu, der am Ende mit Andre Best den zweiten Platz mit einer Nase gegen den englischen Gast Senor Dali (44:10, gewann zuvor ein durchschnittliches Rennen in Ascot und machte heute unterwegs das Tempo) unter Kevin McEvoy verteidigte.

Und wo landete der heiße 21:10-Favorit Aspectus, den man eigens für das Gruppe III-Rennen nachgenannt hatte? Am Ende nur Rang fünf für den Röttgener, der die Enttäuschung des Rennens wurde. Hinter ihm wurde Inter Mondo vor Dwilano Sechster. Auf dem vierten Platz landete Pompeus (mit 238:10 längster Außenseiter).

Sexy Lady war wegen des Bodens dem Rennen fern geblieben, während man mit Arpino einen Start im Coolmore Stud Baden-Baden am Freitag zur Vorbereitung auf den Preis der Deutschen Einheit vorzieht.

Waleria hatte zuvor leicht in Krefeld ein Listenrennen gegen die Fährhoferin Damascena gewonnen, davor auf Ausgleich III- und II-Parkett zugeschlagen. „Ich mache es gerne wie beim Mikado-Spielen, erst die einfachen, dann die schweren Dinger. Ich habe der Besitzerin zweijährig geraten, das Pferd zu verkaufen, da sie erst überhaupt keine Aktion gezeigt hat. Ein Glück hat die Besitzerin nicht auf mich gehört“, so Trainer Hans-Jürgen Gröschel nach dem Rennen, in dem 110.000 Euro umgesetzt wurden.

Als Nächstes startet die Stute, die im Gestüt Ebbesloh groß geworden ist, nun im Preis der Deutschen Einheit. „Es ist gut möglich, dass sie auch im nächsten Jahr in Training bleiben wird“, erläuterte der Hannoveraner Gröschel weiter.

Waleria sorgte nach dem Gruppesieg von Boccassini in Frankreich für den zweiten Super-Treffer für ihren Vater Artan binnen weniger Wochen. Artan steht mittlerweile in Irland, deckt dort in der National Hunt-Szene.

Andreas Suborics feierte seinen bereits vierten Sieg in dem 2000 Meter-Rennen, hatte die Prüfung zuvor mit March Groom, Sword Local und Lyonels Glory gewonnen. Das Rennen ist eigentlich ohnehin eine Domäne der Hengste, die letzte Stute, die sich an der Oos in die Siegerliste eintrug, war Wurftaube, die vor genau zehn Jahren unter Kevin Woodburn Narrabeth besiegte.

Danach belegten Art Antique und Saldentigerin immerhin noch den Ehrenrang, konnten allerdings nicht das schaffen, was am Mittwoch Waleria gelang: der Sieg im Fürstenberg-Rennen!

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