Soviele Fans wie am ersten Juli-Sonntag dürfte Trainer Wilhelm Kelkel aus dem kleinen Ort Schwarzenholz noch nie zuvor gehabt haben. Der Besitzertrainer schickte damals seinen Dark Dancer (Foto) in das BMW 137. Deutsche Derby. Zahlreichen Kaufangebote hatte er zuvor abgelehnt, wollte das Erlebnis eines Starts im Blauen Band selbst auskosten. Der Hengst verkaufte sich als Fünfter auch prächtig, ließ zahlreiche höher eingeschätzte Pferde hinter sich.
Doch so ganz zufrieden konnte man im Lager von Dark Dancer damals nicht sein. Alles andere als ideal war der Rennverauf gewesen. Nicht wenige Experten glauben noch heute, dass bei einem störungsfreien Rennen der dritte Rang und somit ein Platz auf dem Siegerpodest möglich gewesen wäre.
Am Mittwoch meldet sich der Dreijährige mit Andre Best in Baden-Baden zurück, bestreitet das Fürstenberg-Rennen, das als Gruppe III-Rennen über 2000 Meter im Mittelpunkt des vierten Meetingstages der Großen Woche steht. ‚Wir haben mehrere Optionen, aber meine Tendenz geht schon in Richtung Fürstenberg-Rennen‘, hatte Kelkel diese Prüfung schon länger im Visier.
In gewissem Sinne ist es auch eine Derby-Revanche, denn Dark Dancer trifft erneut auf den Röttgener Aspectus (Adrie de Vries), der im Blauen Band als Sechster die Erwartungen nicht erfüllte. Man muss den Schützling von Hans-Albert Blume sicherlich an seiner tollen Vorstellung im Oppenheim-Union-Rennen messen, zumal die Distanz jetzt wieder kürzer ist als in Hamburg.
Enorm verbessert ist die Ittlingerin Sexy Lady (Torsten Mundry), die in dieser Saison schon auf Gruppe-Ebene glänzte, sicher auch gegen die Hengste eine tragende Rolle spielen kann. „Sie geht nun auf eine weitere Distanz, aber damit dürfte sie keine Schwierigkeiten haben. Wir rechnen uns etwas aus“, sagt Trainer Peter Rau über die Danehill Dancer-Tochter.
Aus einer Pause kommt der Listensieger Arpino (William Mongil), könnte aufgetankt haben. Über einen Start des Abidjar-Bruders will man kurzfristig entscheiden, der Coolmore Stud Baden-Baden Cup wäre eine Alternative, gilt der Preis der Deutschen Einheit als das Hauptziel von Arpino.
Signifikant ist die Reiterverpflichtung bei Waleria, denn Hans-Jürgen Gröschel engagierte Andreas Suborics für die immens verbesserte Listensiegerin und damit den bislang dominierenden Jockey des Meetings.
Bei Dwilano (Andreas Helfenbein) ging im Union-Rennen nicht alles glatt, nun meldet sich der Schützling von Peter Remmert aus einer Verletzungspause zurück. Inter Mondo (Andrasch Starke) und Pompeus (Eduardo Pedroza) müssen sich nun einer Nagelprobe unterziehen.
Aber ein deutscher Erfolg ist damit noch nicht in trockenen Tüchern: Denn ein Gast im Neunerfeld prüft die heimischen Dreijährigen: John Dunlop schickt Senor Dali an die Oos, einen Peintre Celebre-Sohn, der in Ascot erfolgreich war und eine Listen-Platzierung schaffte. Jockey Kerrin McEvoy fühlt sich in Iffezheim pudelwohl, gewann zweimal hintereinander den Großen Preis von Baden mit Warrsan.











