K?ln: Das totale Debakel f?r deutsche Grand Prix-Pferde

Was der Stall Godolphin im ganzen Jahr noch nicht geschafft hatte, nämlich ein Gruppe I-Rennen in Europa zu gewinnen, das gelang der königsblauen Flotte am Sonntag innerhalb von nur 10 Minuten gleich zweimal.

Nach dem Sieg von Librettist im Prix Jacques le Marois in Deauville siegte Cherry Mix im Rheinland Pokal der Sparkasse KölnBonn.

Das mit 155.000 Euro dotierte 2400 Meter-Rennen ging somit wie schon im Vorjahr ins Ausland, wurde aber vor allem zu einem totalen Debakel für die deutsche Grand Prix-Szene. Denn mit Fracas und Collier Hill kamen auch der Zwei- und Drittplatzierte aus dem Ausland.

Bester Deutscher war als Vierter IDEE Hansa-Preis-Sieger Egerton, während auf dem fünften Rang mit Carmen Bocskais Song Writer ein in der Schweiz trainiertes Pferd landete.

Wie erwartet übernahm gleich nach dem Start der Ittlinger Neuzugang Academy Reward die Spitze. Andrasch Starke gab auf Donaldsons Pacemaker gleich richtig Gas. An seine Fersen heftete sich aber gleich Kerrin McEvoy mit Godolphins Cherry Mix. Dahinter lagen mit Fracas und Collier Hill die beiden anderen Ausländer, Egerton galoppierte auf dem fünften Platz.

Als es in die Zielgerade ging, sah McEvoy auf der 48:10-Chance die Zeit für gekommen, löste den geschlagenen Academy Reward an der Spitze ab. Gleich hatte der Linamix-Sohn einen deutlichen Vorteil zwischen sich und die Konkurrenz gelegt und es war früh abzusehen, dass er nicht mehr ernsthaft in Gefahr zu bringen sein würde.

Spannend war da nur noch der Kampf um den zweiten Platz, den ganz zum Schluss schließlich Fracas knapp gegen Collier Hill zu seinen Gunsten entschied. Dann erst folgte Egerton.

‚Wir hatten auf ein schnelles Rennen gehofft, der Pacemaker kam uns sehr gelegen. Kerrin McEvoy ist genau im richtigen Moment nach vorne gegangen, alles hat gut geklappt. Er hat Nennungen für viele Rennen‘, so Alan Byrne‘, der für das Godolphin-Pferd in Köln verantwortlich war.

‚Mit dem vierten Platz von Egerton kann man leben, Donaldson ist blass gelaufen‘, erklärte Trainer Peter Rau, der sich aber wohl doch etwas mehr von diesem Rennen erhofft hatte.

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