Ladies Day im Stadtwald: Ein starkes Schiergen-Trio

Das Motto am Sonntag in Krefeld heißt Ladies Day. Die Damen stehen ganz einwand-frei im Blickpunkt. Fixpunkt der Karte wird der Große Zentis-Stutenpreis sein, ein mit 20.000 Euro ausgestattetes Listenrennen über 2050 Meter. Zum zweiten Mal tritt der Konfitüren-Hersteller aus Aachen im Stadtwald als Sponsor in Aktion. Und erneut verspricht die Prüfung viel Spannung, denn das achtköpfige Feld kann sich sehen lassen.

Favoritin wird aller Voraussicht nach die Fährhoferin Damascena (Filip Minarik). Zuletzt im Bremer swb-Derby-Trail landete sie nur hinter dem späteren Derby-Vierten Saddex, könnte noch einiges zu bieten haben.

Trainer Peter Schiergen (Foto) schickt außerdem Gestüt Bonas Zakopane (Eduardo Pedroza), die gerade ihren verdienten Maidentreffer schaffte, und die Schlenderhanerin Anatola (Terry Hellier) in den Altersvergleich zwischen vier Älteren und vier dreijährigen Stuten.

Interessant ist sicher die von Hans-Jürgen Gröschel vorbereitete Waleria, die mit Viktor Schulepov seit Wochen ein Dream Team gebildet und nach drei Treffern in Serie nun erstmals in dieser Kategorie angreift. Aber auch die Lokalmatadorin Diamantwelle (Jean-Pierre Carvalho) und die äußerst zuverlässig agierende The Spring Flower gehören in einem offenen Rennen in die engere Wahl.

Ein Ausgleich II, eine Prüfung für den jüngsten Jahrgang und zwei Rennen für den Derby-Jahrgang rsowie ein Amazonenreiten (passend zum Motto des Nachmittages) runden die Karte von neun Prüfungen ab.

Am Sonntag ist auch der dritte Tag des Meetings in Bad Harzburg mit neun Prüfungen und einer Menge interessanter Details. Die besten Pferde des Sonntagnachmittages erleben die Besucher in einem Altersgewichtsrennen. Für Kleingeld kommen hier hochklassige Pferde an den Ablauf. Champion Peter Schiergen schickt die 2005 im Preis der Jährlingsauktionen erfolgreiche Sword Tigress mit Jozef Bojko in diese mit 3400 Euro dotierte Prüfung. Nach einer langen Verletzungspause dürfte die Bona-Lady ihren jüngsten Start noch gebraucht haben.

Einen ihrer letzten Rennbahnauftritte absolviert die St. Moritz-Siegerin Ianina. Tragend von Sulamani ist die von Ralf Rohne trainierte Sechsjährige, die mit Mark Timpelan der Jockey mit dem besten Schnitt aus der Spitzengruppe der Statistik reitet.

Vielleicht beflügeln die Hormone die Lady noch einmal zu einer guten Leistung. Auch der Ittlinger Napoletano (Wladimir Panov) aus dem Quartier von Andreas Wöhler war länger nicht mehr draußen, muss immer wieder Pausen einlegen, besitzt aber genug Klasse. Aber auch Stephenson (Alexander Pietsch), der wegen eines unerlaubten Mittels seinen Kölner Sieg in einer ähnlichen Aufgabe verlor, kann hier weit vorne landen.

Das beste Handicap ist der Preis der Thüga, ein mit 10.000 Euro dotierter Ausgleich II über 1550 Meter. Auch wenn nur sechs Kandidaten mit von der Partie sind, fällt die Wahl nicht leicht.

Der Doberaner Sieger Narsus (Jozef Bojko), den Hubertus Fanelsa trainiert, kann es durchaus noch einmal schaffen.

Ein Seejagdrennen und ein Hürdenrennen sowie eine Prüfung für Arabische Vollblüter runden die abwechslungsreiche Karte von neun Rennen am Sonntag ab.

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