Die ultimative Kraftprobe: Arcadio mit Grand Prix-Power?

Am Sonntag kehrt Arcadio (Foto) wieder in die Elite-Liga zurück, wenn er als einer der Favoriten in den Großen Mercedes Benz-Preis geht. Das bedeutendste Rennen des Iffezheimer Frühjahrs-Meetings ist mit 120.000 Euro ausgestattet und führt über die Distanz von 2200 Metern. Um also Nachfolger von Vorjahressieger Sweet Wake zu werden, muss Arcadio eine zweihundert Meter längere Strecke bewältigen als bei seinen wichtigen Treffern.

‚Arcadio ist gut auf dem Posten. Möglicherweise ist die Distanz von 2200 Meter schon die Grenze‘, meint denn auch sein Trainer Peter Schiergen. Dieser sattelt neben dem natürlich von Andreas Suborics zu reitenden Arcadio den Wittekindshofer El Tango (William Mongil), der seinen St. Leger-Erfolg als Vierter im Gerling-Preis annähernd bestätigte und nun in der Distanz noch ein wenig zurückgeht.

Vielleicht kommt einer der stärksten heimischen Konkurrenten für Arcadio auch dem Kölner Nachbarquartier von Andreas Trybuhl. Dieser schickt Gary Tanakas Fight Club mit Stalljockey Adrie de Vries an die Oos. Interessant: Wie Arcadio hat auch der Lavirco-Sohn, der am Sonntag Höchstgewicht trägt, bereits das Bavarian Classic auf sein Konto bringen können, allerdings schon im Jahr 2004. ‚Wir hoffen auf ein bisschen Boden für Fight Club. Das Rennen wird kein Spaziergang, aber er hat beim Debut gezeigt, dass er gut auf dem Posten ist‘, erläutert Trybuhl.

Abgetrocknetes Geläuf wäre eine wichtige Voraussetzung für Alpacco (Eduardo Pedroza), der schon das ein oder andere Engagement ausgelassen hat, als diese Bedingungen nicht gegeben waren. Nicht zuletzt in Dubai hat sich der Schützling von Mario Hofer gut aus der Affäre gezogen, doch rangiert er nach Reiterverteilung unter Laredo Sound. Andrasch Starke, vor zwölf Monaten der Jockey des siegreichen Sweet Wake, suchte sich Gestüt Olympias Laredo Sound aus.

Der Gerling-Sensations-Zweite Expensive Dream (Filip Minarik) muss sicher nochmal eine Schippe drauflegen, will er ähnlich gut abschneiden wie als Runner-up zu dem hier nicht vertretenen All Spirit in Köln. Doch darf man nicht vergessen, dass er sich wie der Schimmel Chiron (Andreas Boschert), der als Jahresdebutant in diese knifflige Aufgabe geht, 2005 im Idee-Hansa-Preis nicht übel schlug.

Der ehemalige Wiener-Derbysieger Mohandas (Jean-Pierre Carvalho) trägt die Hoffnungen der Iffezheimer Fangemeinde. Auf dieser Bahn gewann er im Spätjahr bereits ein Listenrennen, doch ist er nach dem jüng-sten Eindruck allein schon gegen Fight Club kaum vorstellbar.

Das Zünglein an der Waage dürfte dagegen mit Day Flight (Jimmy Fortune) der einzige Gast im zehnköpfigen Aufgebot des Grand Prix sein. In den weltberühmten Farben von Khalid Abdullah vertritt er das Quartier von John Gosden. Der Sadler´s Wells-Sohn gewann zum Saisondebut mit den Gorden Richards Stakes ein Rennen der Gruppe III, ist nun auf der Jagd nach dem ersten Triumph eine Ebene höher.

‚Wir hoffen auf normalen Boden‘, sagt der Coach aus England. ‚Es sollte nicht zu weich und nicht zu fest sein. Wir haben ihn kurzfristig aus den Yorkshire Oaks gestrichen, da das Geläuf dort zu schwer war. Dort wäre es über 2800 Meter gegangen, aber sein Radius liegt zwischen 2000 und 2800 Metern. Er wird somit mit der Strecke kein Problem haben.‘

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