Stellungnahme Deutscher Galopp zu den hohen Temperaturen in Hamburg

Deutscher Galopp und der Hamburger Renn-Club nehmen die für das Wochenende prognostizierten hohen Temperaturen in Hamburg sehr ernst. Das Wohl der Pferde, die Sicherheit der Aktiven sowie der Schutz der Besucherinnen und Besucher haben uneingeschränkt Vorrang vor allen organisatorischen oder wirtschaftlichen Erwägungen.

Die aktuelle Lage wird unter permanenter Einbeziehung der Rennleitung, der Tierwohlkommission, der unabhängigen Beauftragten für Tierschutzfragen sowie des Trainer- und Jockeyverbandes bewertet. Alle relevanten fachlichen Perspektiven sind in die laufende Beurteilung eingebunden. Maßstab ist dabei nicht, ob ein Renntag formal durchgeführt werden kann, sondern ob er unter den konkreten Bedingungen verantwortbar ist.

Aus diesem Grund wurde der Renntag bereits in die Morgenstunden verlegt. Nach aktueller Planung soll das erste Rennen um 9:45 Uhr gestartet werden. Ziel ist es, den Renntag – sofern er stattfinden kann – konsequent in den kühleren Teil des Tages zu legen.

Zugleich wurden umfangreiche Hitzeschutzmaßnahmen vorbereitet. Dazu gehören unter anderem das Satteln der Pferde in den Gastboxen, eine deutlich verkürzte Verweildauer im Führring, Ventilatoren mit Wasservernebelung im Absattelbereich, zusätzliche Wasser- und Kühlmöglichkeiten, weitere Waschplätze im Gastboxenbereich sowie eine engmaschige veterinärmedizinische Betreuung vor Ort. Auch für Besucherinnen und Besucher werden ausreichend Getränke- und Versorgungsmöglichkeiten bereitgestellt.

Deutscher Galopp stellt zugleich klar: Diese Maßnahmen sind Voraussetzung für eine mögliche Durchführung, aber keine Garantie dafür. Die Wetterlage wird fortlaufend neu bewertet. Deutscher Galopp und der Hamburger Renn-Club werden morgen erneut mit den oben genannten relevanten Beteiligten zusammenkommen und auf Basis der dann verlässlicheren Prognosen sowie der Einschätzung vor Ort final entscheiden, ob der Renntag verantwortbar durchgeführt werden kann.

Alle Aktiven werden anschließend umgehend informiert, um größtmögliche Planungssicherheit zu schaffen und unnötige Anreisen zu vermeiden.

Daniel Krüger, Geschäftsführer von Deutscher Galopp, erklärt: „Wir sprechen hier nicht über eine normale organisatorische Herausforderung, sondern über eine Frage der Verantwortung. Ein Renntag findet nicht statt, nur weil er im Kalender steht. Er findet nur statt, wenn wir ihn unter vertretbaren Bedingungen für Pferde, Aktive und Besucher durchführen können. Wir haben umfangreiche Schutzmaßnahmen vorbereitet, aber es wird keine Durchführung um jeden Preis geben. Maßstab bleibt das Pferdewohl – und daran werden wir unsere Entscheidung ausrichten.“

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