Seguro (6,7), ein Pferd, welches keine Derby-Nennung hat, konnte sich am Samstag in Iffezheim im zur Gruppe III zählenden Japan Racing Association Derby-Trial (55.000 Euro) über 2000 Meter durchsetzen. Nach einem Rennen vom dritten Platz aus, legte der Hengst aus dem Besitz des Stalles Simply Red unter Benjamin Marie im Einlauf immer weiter zu und verwies den sensationell laufenden Außenseiter Yacomo (Sibylle Vogt), der im Besitz des Andiamo Racing Clubs steht, aus dem Rennstall von Fabian Xaver Weißmeier auf den zweiten Platz, den dritten Rang belegte Gestüt Ebbeslohs Waladares (Sarah Steinberg/Rene Piechulek), der das Rennen von der Spitze aus bestritten hatte.
„Ich war mir sicher, dass ihm die heutige Distanz mehr entgegenkommt“, sagte Benjamin Marie, der unter der Woche auf dem von Suborics trainierten Best Lightning in Mailand den Premio Presidente della Repubblica (Gr. III) gewinnen konnte, nach dem Rennen.
Benjamin Marie zeigte auf dem von Besitzer Thomas Schäffer und seiner Familie selbstgezogenen Romanised-Sohn einen umsichtigen Ritt, reagierte prompt, als sein Partner Mitte des Einlaufs etwas wegbrach. Schnell hatte der Franzose den späteren Sieger wieder ins Gleichgewicht gebracht, um dann dem Sieg endgültig entgegenzugehen. Auf dem zweiten Platz kämpfte Yacomo für den Derby-Traum seiner Besitzer und auch Waladares rückte seine letzte Form, Platz sechs im Bavarian Classic, richtig. Auch er sollte in Richtung Derby gehen.
Für Thomas Schäffer war es nach 45 Jahren im Rennsport der erste Gruppesieg. Seguro ist der Erstling aus der Sister Lulu und wurde im Gestüt Etzean groß. „Er ist viel ruhiger geworden. Ich denke nicht, dass er der ganz große Steher ist, die 2000 Meter sind schon seine Idealdistanz. Benjamin hat es perfekt vorgetragen“, sagte Andreas Suborics. Auch Marie sagte gegenüber der Sport-Welt, dass 200 Meter weiter noch kein Problem für Seguro darstellen würden, die 2400 Meter dann aber wohl zu weit werden könnten.
Dennoch stellte sich nach dem Rennen natürlich die Frage nach einer Derby-Nachnennung. „Das muss der Besitzer entscheiden. Er hat ja eine Nennung für Hamburg“, so der Trainer weiter. Seguro wurde nämlich für den Großen Preis von LOTTO Hamburg der Gruppe III genannt.
Der heiße Favorit des Rennens, der von Henk Grewe für Eckhard Sauren trainierte Lommi, belegte indes nur den vierten Platz. Thore Hammer-Hansen hielt den Zweiten aus dem Bavarian Classic lange an letzter Stelle, in die Siegentscheidung konnte Lommi dann nie eingreifen. Hinter dem Favoriten kam der Schlenderhaner All Square (Peter Schiergen/Bauyrzhan Murzabayev) auf den fünften Platz. Auch dem Gleneagles-Sohn hatten die Wetter an diesem Tag mehr zugetraut.











