Santagada ist wieder da. Bei ihrem 15. Start hat die vier Jahre alte Soldier Hollow-Tochter ihren achten Karrieresieg erreicht. Am Samstag gewann die Stute den T. von Zastrow Stutenpreis (70.000 Euro), das Hauptereignis am vorletzten Tag der Grossen Woche in Iffezheim.
Nach 2400 Metern verwies die Vierjährige mit Jockey Bauyrzhan Murzabayev die Französin Light the Ghost (Marvin Grandin) auf Rang zwei, Innora (Leon Wolff) wurde Dritte vor der französischen Favoritin Calasita (Clement Lecoeuvre).
Während Calasita vom letzten Platz kommend am Rennverlauf scheiterte – die Teilnehmerinnen gingen in der Geraden komplett nach außen – hatte die Siegerin Santagada mehr Glück. Die Lücke ging für die Stute von Peter Schiergen rechtzeitig auf, Bayurzhan Murzabayev nutzt diesen Moment aus und sicherte der Stute den entscheidenden Vorteil.
„Ich musste abwarten, bis die Lücke aufging“, sagte der Jockey, „es sind alle nach außen, da mussten wir mit, aber ich wusste, dass sie ein gutes Pferd ist, und dass das noch reichen kann, wenn die Lücke kommt.“
Helmut von Finck, mit seinem Gestüt Park Wiedingen der Besitzer der Gruppe II-Siegerin, fielen tonnenweise Steine vom Herzen: „Ich bin tausend Tode gestorben, bis die Lücke aufging. Das ist ein sehr emotionaler Sieg, dass diese Stute jetzt hier das Gruppe II-Rennen auch für ihren Vater Soldier Hollow gewonnen hat.“
Züchter der Siegerin, die ihren sechsten Gruppe-Sieg erreichte, ist das Gestüt Höny-Hof, für Helmut von Finck ist Santagada natürlich längst eine Zuchtperle par excellence. „Wir müssen schauen, wo wir jetzt weitermachen, das wird eine schwere Entscheidung. Sie ist im Europa-Preis genannt, im Arc und im Opera, wir müssen in Ruhe schauen, was wir machen.“

Die vier dreijährigen Stuten im Rennen waren allesamt ohne Siegchance – auf den ersten fünf Plätzen die Älteren, auf den letzten vier Plätzen die Dreijährigen. Ein in Summe bitteres Ergebnis für diesen Jahrgang.
Überstrahlt wurde das alles von Santagada, die bei einwandfreiem Rennen wohl deutlich leichter gewonnen hätte. 280.830 Euro hat sie nun in ihrer Karriere verdient, und mehr als 50 Prozent ihrer Rennen gewonnen. Eine echte Ausnahmestute.










