Riesen-Diskussion um Drei-Wochen-Sperre von Billy Loughnane

Billy Loughnane ist für drei Wochen gesperrt worden. Der Grund für den die Stewards die harte Strafe aussprachen war, dass der junge Reiter entgegen der Anweisungen der Veterinäre gehandelt hatte.

Loughnanes Ritt Beelzebub wurde von den Veterinären am Donnerstag in Southwell unmittelbar vor dem Start gestrichen, da er lahm ging. Der Jockey ritt den Galopper dann zurück, was zu einer Anhörung führte und die Stewards veranlasste Loughnane wegen falscher Reitweise zu sperren.

Die doch recht lange Sperre führt mittlerweile zu Diskussionen, wie die Racing Post berichtet. Beelzebubs Trainer Dave Loughnane, der nicht mit dem Reiter verwandt ist, sagte: „Ich war nicht bei den Rennen, aber wie ich gehört habe, ist ein anderes Pferd rückwärts in unser Pferd hineingelaufen. Die Tierärzte haben ihn im Trab getestet und sagten, sie seien wegen der Schürfwunde an seinem Bein nicht zufrieden und haben ihn zurückgezogen.“

Dave Loughnane weiter: „Aber die Schürfwunde an seinem Bein, von der sie sprechen, hatte er schon, seit er in meinem Stall angekommen ist. Das Pferd ist unter Billy zweimal einwandfrei getrabt, und niemand hat Billy gesagt, er solle das Pferd nicht zurückreiten, also ist er mit ihm völlig unversehrt im Galopp nach Hause geritten. Ich werde morgen früh als Erstes einen Tierarzt kommen lassen, um einen vollständigen Bericht über das Pferd zu erstellen, denn das ist absolut unfassbar. Wenn sich unser Sport in diese Richtung entwickelt, stecken wir in ernsthaften Schwierigkeiten.“

Er stellte dann noch klar: „Wir sind alle aus demselben Grund in diesem Sport – wir lieben Pferde und unser oberstes Anliegen ist das Wohlergehen der Pferde –, aber bei der BHA muss ein bisschen gesunder Menschenverstand ins Spiel kommen. Mein Team bei den Rennen hat ihn vor den Augen der Besitzer und noch einmal im Stallhof traben lassen, und das Pferd ist zu 100 Prozent gesund. Es ist absolut nichts mit ihm los.“

Billy Loughnane wäre damit fast den ganzen April gesperrt, würde einige wichtige Meetings verpassen und erst wieder am 1. Mai beim Guineas-Meeting reiten können. Man kann allerdings davon ausgehen, dass Loughnane die Strafe anfechten wird.

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