Gaelic Warrior – Von der BBAG zum Gold Cup-Dominator

Die Bühne war bereitet für die Boodles Cheltenham Gold Cup Chase. Die Racing Post sprach von einem „epischen Finale“ des Cheltenham-Festivals mit der ewigen sportlichen Rivalität und einer „sensationellen Besetzung“. Alles unter dem Motto: England gegen Irland. Im Vorfeld sah man beide Lager für die 5294 Meter-Prüfung bestens gerüstet, aber der Sieg konnte auch hier natürlich nur an eine Nation gehen. Und er ging nach Irland, an den Stall von Willie Mullins, der genau wie Paul Townend seinen fünften Gold Cup holte. Und wie!

Es war eine Demonstration von Gealic Warrior, einem im Besitz von Susannah und Rich Ricci stehender Maxios-Sohn aus der Zucht der Niarchos-Familie. Townend hielt seinen Partner zunächst hinter der Spitze auf Rang vier, während der als Front-Runner bekannte Haiti Couleurs den Takt bestimmte. Als dieser im langen letzten Bogen ausgespielt hatte, rückte Gaelic Warrior in großer Haltung auf und setzte die erste, schon alles entscheidende Attacke. Townend war dabei mehr Passagier als aktive Hilfe für den Achtjährigen, der den Abstand spielerisch vergrößerte. Im Ziel waren es acht Längen auf den nachfolgenden Jango Baie aus dem Hendersson-Stall, der genau wie der Sieger zur Quote von 3,7:1 auf die Reise gegangen war. Den dritten Platz belegte der Vorjahressieger Inothewayurthinkin, der lange im Hintertreffen auszumachen war, und der dann noch viel Boden gutmachte. Doch auch er hätte an diesem Tag wohl keine Chance gegen Gaelic Warrior gehabt.

„Mit Autorität und Klasse“, so beschrieb der Rennkommentator den Sieg, der für das Besitzer-Ehepaar Ricci eine besondere Fußnote bereithielt. Sie waren die ersten Besitzer seit Dorothy Paget im Jahr 1940, denen das Doppel aus Champion Hurdle und Gold Cup in einem Jahr gelang.

Die Geschichte des diesjährigen Siegers ist dabei durchaus besonders, denn sie begann einst im Auktionsring der BBAG. Bei der Jährlings-Auktion 2019 präsentierte die Stiftung Gestüt Fährhof als Agent den Maxios-Sohn, der für gerade einmal 9.000 Euro verkauft wurde. Zunächst wurde Gaelic Warrior von Hector de Lageneste und Guillaume Macaire für Christopher Btyan trainiert. In Frankreich sieglos, wechselte er nach Irland zu Willie Mullins. Sieben Jahre nach seinem Auftritt in Iffezheim ist Gaelic Warrior nun sechsfacher Gruppe I-Sieger und ein Gold Cup-Sieger der mächtig Eindruck hinterlassen hat.

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