2025 war das Jahr der Wallache. Zu den Siegern in Gruppe I-Rennen zählten Superstars wie Calandagan, Ka Ying Rising, Romantic Warrior, Goliath, Cicero’s Gift, Lazzat, American Affair, Half Yours, Caballo De Mar, Candelari, Ethical Diamond, Never So Brave, Rebel’s Romance und Trawlerman.
Mit Calandagan an der Spitze, der Anfang 2026 mit einem Rating von 130 zum Longines World Best Racehorse 2025 gekrönt wurde, dominierten Wallache 2025 die Weltbühne. Doch während Fans die Härte dieser Pferde feiern, diskutiert die Fachwelt über deren Zulassung zu klassischen Zuchtprüfungen und anderen großen Rennen wie dem Arc. Die Thoroughbred Daily News (TDN) analysierte das Thema unter dem Titel „The Great Gelding Debate: Poppycock or Protectionism?“.
Drei der zehn höchsteingeschätzten Pferde weltweit waren 2025 Wallache. Befürworter einer Öffnung fordern, dass die besten Pferde unabhängig von ihrem Status als Wallach gegeneinander laufen sollten, um den Sport attraktiv zu halten. Ein Ausschluss aus Rennen wie den 2.000 Guineas, dem Epsom Derby, dem Prix de l’Arc de Triomphe oder dem Deutschen Derby – Traditionen, die teils bis 1904 zurückreichen – sei aus sportlicher Sicht nicht mehr zeitgemäß.
Demgegenüber stehen Traditionalisten wie Kirsten Rausing, die in der TDN vor einer Schwächung der Zucht warnen. Da die Klassiker primär als Selektionsinstrument für künftige Deckhengste dienen, fehle bei einem Sieg eines Wallachs der entscheidende Benchmark für die nächste Generation.
Zudem hätten Wallache oft physische und psychische Trainingsvorteile gegenüber Hengsten. In Deutschland bleiben die Klassiker für Wallache vorerst verschlossen. Vor allem aber über die Öffnung für den Prix de l’Arc de Triomphe wird es weiter heiße Debatten geben.













