Eine traurige Nachricht kommt zur Wochenmitte aus dem Gestüt Wittekindshof. Dort ist im Alter von 20 Jahren die Diana-Siegerin Rosenreihe eingegangen. Die Catcher In The Rye-Tochter war bis zuletzt auf ihrem Gestüt im Sauerland zuhause.
Als Zweijährige konnte Rosenreihe, die in Köln von Peter Schiergen trainiert wurde, direkt gewinnen und somit ihre Maidenschaft ablegen. Passenderweise geschah das auf der „Wittekindshofer Heimatbahn“ in Dortmund. Außerdem gelang ihr als Zweijährige noch ein zweiter Platz in einem französischen Listenrennen auf der Rennbahn in Nantes.
In ihre klassische Saison startete Rosenreihe mit einer Gruppe III-Platzierung, als sie im Kölner Schwarzgold-Rennen Dritte wurde. Anschließend platzierte sie sich klassisch in den 1000 Guineas von Düsseldorf, als nur ihre Trainingspartnerin Briseida über 1600 Meter zu stark für sie war.
In der Folge trat Rosenreihe zweimal gegen die älteren Pferde und auch Hengste an. Dabei schlug sie sich mit einem vierten Platz im Grosser Preis der Wirtschaft und Platz fünf in dem als Große Hessen Meile ausgetragenen Fraport AG Pokal wacker.
Zum großen Wurf holte Rosenreihe aber erst danach aus. Unter Andrasch Starke siegte sie nämlich in den Farben ihrer Züchter mit einem unglaublichen Endspeed im zur Gruppe I zählenden Henkel-Preis der Diana. Unterwegs hatte man die hellblauen Farben mit dem weißen W nie gesehen, doch auf den letzten Metern entriss Rosenreihe Lady Marian den bereits sicher geglaubten Sieg.
Hier sehen Sie das Video aus dem Preis der Diana via YouTube. Leider ist die Bildauflösung nicht besonders hoch, doch der Kommentar von Manfred Chapman ist unvergessen:
Nach ihrem Diana-Sieg kam Rosenreihe nur noch ein einziges Mal an den Start. Im Pariser Prix de l’Opera reichte es letztlich nur zu Platz zehn. Gewinnen konnte dieses Rennen Lady Marian, welche Rosenreihe in Düsseldorf noch schlagen konnte.
Nach ihrer erfolgreichen Rennkarriere wechselte die Tochter der Rosengeste in die Zucht, und auch hier konnte sie Aufsehen erregen. Mit Rose Rized brachte sie eine Authorized-Tochter, welche ein Listenrennen gewann und sich gleich dreimal auf Listenebene platzieren konnte. Ihr wohl bester Nachkomme war Rosenpurpur. Der Pour Moi-Sohn gewann ein Rennen und wurde Dritter in einem Listenrennen, welches in Hannover als Vorbereitungsrennen für das Derby gelaufen wurde. Anschließend wurde er auch starker Dritter im Blauen Band, als in Horn nur Windstoß und Enjoy Vijay zu stark waren. Rosenpurpur wurde danach nach Hongkong verkauft und kam dort unter dem Namen Savy Six an den Start. In der ehemaligen Kronkolonie konnte er ein Rennen gewinnen.