Als einziges Gruppe I-Rennen in Europa stand am Samstag im englischen Ascot die Clarence House Chase auf der Karte. Ein besonderes Schmankerl sollte es werden, vor allem weil Harry Cobden zum ersten Mal nach Verkündigung, dass er im Mai neuer Stalljockey für die JP McManus-Pferde wird, für seinen künftigen Arbeitgeber in den Sattel stieg.
Dann kam aber alles anders als gedacht. Cobden verletzte sich in einem Rennen zuvor bei einem Sturz so, dass er den Ritt im Top-Rennen des Tages nicht mehr ausführen konnte. Bitter, denn sein vorgesehener Partner, der von Nicky Henderson trainierte Jonbon gewann die 175.000 Pfund-Prüfung am Ende.
James Bowen war eingesprungen und führte den Walk In The Park-Sohn in einem ereignisreichen Rennen als 7,0:1-Chance zu einem sehr sicheren Sieg über den Skelton-Vertreter Thistle Ask. Während Gidleigh Park nach einigen schlechten Sprüngen früh angehalten wurde, schien auch der spätere Sieger im Schlussbogen bereits geschlagen. Der später Zweitplatzierte marschierte vorne weg eigentlich wie der Sieger ehe ihm zum Schluss dann doch noch etwas die Kräfte ausgingen. Il Etait Temps, der kochendheiße Favorit des Rennens wirkte zwar nie so richtig zwingend, als er bei einem Angriffsversuch in der Geraden dann aber auch noch zu Fall kam, war der Weg frei für Jonbon.
Er kämpfte sich zurück und siegte am Ende noch leicht gegen den erwähnten Thistle Ask, der bis kurz vor dem Pfosten nie aufgab und lange dagegenhielt. Für den Sieger war es nach 2025 bereits der zweite Triumph in der Prestige-Prüfung und damit eine gelungene Titelverteidigung. Insgesamt war es bereits sein 11.(!) Gruppe I-Volltreffer.











