Top-Story

"Das Mädchen" und die Gruppe-Queen

Jeden Morgen drehen im Weidenpescher Park zwei Damen ihre Runden. Die eine ist fünf, die andere 28. Die eine ist eine der berühmtesten Vierbeinerinnen der deutschen Turfszene, die andere kennen in der Galopper-Welt fast nur die Insider. Wenn überhaupt. Doch die eine ist maßgeblich am Erfolg der anderen beteiligt. Die eine heißt Proudwings. Die andere Anabelle Utke. Und zusammen sind sie das Super-Team im Stall von Ralf Suerland.

(15.10.2001)

Trainer Horst Steinmetz und seine Bedfords

Horst Steinmetz, 68 Jahre alter Oldie der deutschen Trainerszene, wird das Wochenende rund um den Preis von Europa auf der Galopprennbahn in Weidenpesch so schnell nicht vergessen. Da war nicht nur der 600. Sieg der Laufbahn, den Wild Seed in spannendem Finish gegen den Trainingsgefährten Sapienti unter Dach und Fach brachte. Da war auch die Wiedergeburt von Bedford Set, der Winterkönigin.

(15.10.2001)

Peter Gehm: Der Star des Hindernissports

Den 14. Oktober wird man in einem Kalender in Bergheim wohl zukünftig dick rot angestrichen vorfinden. Denn es war in diesem Jahr ein besonderer Tag im Leben des Peter Gehm. In Pardubitz hat er mit Chalco in der 111. Velka Pardubicka das wichtigste Rennen seiner Karriere dort gewonnen. Es war Sieg Nummer 431 in einer außergewöhnlichen Karriere. Und es war ein Ereignis, das den Star des deutschen Hindernissports wieder nachhaltig in die Schlagzeilen gebracht hat. 113 dieser Rennen hat er auf der Flachen gewonnen, den Rest über Hindernisse.

(15.10.2001)

Tabari: Deutschlands kleiner Galileo ist da

Es ist Fronleichnam, 14. Juni des Jahres 2001. In sechs Bundesländern ist der zweite Donnerstag nach Pfingsten ein gesetzlicher Feiertag. Ruhetag für viele Menschen, Betriebe und Institutionen. Nicht so für den Galopprennsport. Für den Sport der edlen Vollblüter gibt es keine Pause, nicht an jenem 14. Juni dieses Jahres. Gegen 18 Uhr lässt sich das Tages-Resümee ziehen. Der Hengst Banyumanik hat in Dortmund ein Grupperennen gewonnen. Vorher siegte dort auch die Stute Salonblue und der zweijährige Hengst Stolzing gewinnt ein Rennen in Italien.

(15.09.2001)

Gourmet-Trainer Sprengels Prinzipien

Der Blick ist etwas knorrig und zugleich verschmitzt, ein Zigarillo häufig dabei. Ein Fernglas baumelt am Arm. So kennt man Christian Sprengel auf Deutschlands Hippodromen. Früher war der Mann erfolgreicher Amateurreiter und Hindernisjockey, hat 149 Rennen auf dem Rücken der Vierbeiner gewonnen. Und war Champion: 1975 im Lager der Amateure. Heute ist Sprengel (44) Trainer in Hannover. Er ist, n-tv-Moderator Klaus Göntzsche hat diesen Begriff geprägt, der Gourmet-Trainer des deutschen Turfs: Klein, aber fein.

(15.09.2001)

Das indonesische Geheimnis der "Banyus"

Er ist aktuell wieder verdammt schnell unterwegs, dieser Banyumanik. Besser denn je ist der Hengst in Form, hat in dieser Saison bereits zwei Europa-Gruppe-Rennen gewonnen. Wenn es der Jockey vorne so richtig knattern lässt, ist Banyumanik in seinem Element. Zu den deutschen Meilencracks zählt der Schützling des Krefelder Trainers Mario Hofer schon lange. Seine jüngere Schwester Banyu Dewi schickt sich an, ein ebenfalls aussergewöhnlich gutes Rennpferd zu werden. Sehr überzeugend gewann die Stute bei ihrem Debut und bescherte ihrem Coach Mario Hofer so ganz nebenbei den 1000.

(15.09.2001)

Endlich Nachwuchs im Jockey-Lager

Die Große Woche in Iffezheim, sie war auch die Woche des deutschen Jockey-Nachwuchses. Vier Siege von Benjamin Clös, zwei von Dennis Wesselmann. Das haben die Besucher auf Deutschlands Top-Rennbahn erfreut registriert und es gab auch reichlich Beifall für die Nachwuchs-Jungs im Rennsattel. Vielleicht schafft endlich einmal wieder jemand den Durchbruch. Es wäre wichtig für diesen Sport, dem die Jockeys mehr denn je fehlen.

(15.09.2001)

Paul Collins: Vom Hindernisreiter zum Top-Agent

Wer bei der diesjährigen Jährlingsauktion in Baden-Baden Geduld bis in die frühen Abendstunden bewiesen hatte, wurde belohnt. Denn er wurde Zeuge eines der spannendsten Bieteduelle deutscher Vollblutgeschichte, gekrönt mit einem neuen Rekord für ein Jährlingspferd. Es bieten keine Unbekannten. Helmut von Finck und das Gestüt Fährhof bemühen sich um die Katalognummer 199. Doch nicht nur dieses beiden, sondern auch ein junger Mann, mit Handy am Ohr. Wer ist dieser Schwarzhaarige, der immer wieder nickt? So lange, bis der Hammer endgültig für ihn gefallen ist.

(15.09.2001)

Der unvergleichliche Oldie Up and Away

Erika Mäder hat die neue Errungenschaft stolz am zweiten Freitag-Renntag der Großen Woche präsentiert. Da baumelte sie doch tatsächlich an ihrem Hals, die so lange ersehnte Perlenkette. Schuld am Geschenk von Besitzer Walter Molitor war ein Pferd, das im deutschen Turf seinesgleichen sucht: Up and Away, der tolle Meilengalopper. Drei Tage zuvor hatte er im Alter von sieben Jahren endlich das geschafft, worauf man mit ihm so lange hingearbeitet hat: den ersten Gruppesieg der Karriere.

(15.09.2001)

Der unterschätzte Jockey Waldemar Hickst

Er wird immer und immer wieder unterschätzt. Das liegt wohl vor allem daran, dass er einen unorthodoxen Reitstil pflegt. Waldemar Hickst sitzt anders auf dem Pferd als die meisten Jockey-Kollegen. Oder: es sieht zumindest so aus. Die Erfolge sind indes beachtlich: 517 Siege hat Hickst bis dato im Rennsattel errungen, 24 waren es bis Mitte Juli bereits in der Saison 2001. Waldemar Hickst: das ist der unterschätzte Jockey auf Deutschlands Rennbahnen.

(15.08.2001)

Seiten