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'Die Jugend regiert jetzt!'

Der Aderlass der dreijährigen Hoffnungsträger und auch älteren Schlenderhaner Spitzengalopper, die nicht mehr unter den Traditionsfarben laufen werden, ist im Jahr 2012 ganz besonders deutlich geworden. In einer ausgemerzten deutschen Grand Prix-Szene wäre man sicherlich mit den heute Vierjährigen und Älteren ein bestimmender Faktor gewesen. Das schmerzt den Trainer Jens Hirschberger natürlich ganz besonders. Dafür drängt der Nachwuchs in den Vordergrund. Nicht weniger als 29 Zweijährige und 23 Dreijährige verkörpern die Zukunftshoffnungen.

Das Hauptziel des „Unternehmens“ Schlenderhan, die Werte der Pferde zu steigern, klappte jedenfalls 2011 besonders erfolgreich, auch wenn der Trainer keinen Hehl aus der Enttäuschung macht bezüglich des Abschneidens seiner Kandidaten im Blauen Band des vergangenen Jahres.

Dafür setzte u.a. der Hernando-Sohn Alianthus als bester Meiler Deutschland mit fünf Gruppe-Erfolgen bei sechs Starts atemberaubende Akzente. Auch das Züchterchampionat ging zum wiederholten Male an die rotblauen Traditionsfarben. Generalmanager Gebhard Apelt ist im Übrigen eine personifizierte Institution auf Schlenderhan.

Vor den Rennen gilt er als Ansprechpartner für die Medien, danach weiß Jens Hirschberger stets professionell eine Antwort auf alle Fragen. Erster Jockey ist nach wie vor Adrie de Vries, der für absolute Professionalität und Erfahrung inklusive steht. Der Holländer weilt zur Zeit noch im fernen Katar, wird aber in Kürze zurück erwartet, wie der Trainer weiter ausführt. Neu im Quartier ist der talentierte Rene Piechulek, der zuvor bei Gerald Geisler beschäftigt war.

„Er ist als Jockey am Stall ein absoluter Gewinn für das Team und wird auch gegebenenfalls in den Rennen seine Chancen erhalten. Ob er die ihm gebotenen Ritte nutzen kann, liegt dann in seinen Händen“. Der in Deutschland noch bis Ende April gesperrte Michael Cadeddu wird nach Angaben des Trainers nicht nach Schlenderhan zurückkehren.

„Ansonsten hat sich in der Mannschaft nichts Weltbewegendes verändert. Didi Meyer ist nach wie vor unser bewährter wie zuverlässiger Futtermeister, der von Anfang an dabei ist.“
Es scheint für Schlenderhan ein ruhigeres Jahr zu werden. Einmal, weil viele ältere Pferde verkauft wurden und zum anderen, weil nicht weniger als 29 Zweijährige in den Rennstall eingerückt sind.

„Diese sind in der Regel nicht auf Frühreife gezogen, deshalb werden wir im laufenden Jahr tendenziell wohl weniger Starter haben“. Zudem legt der Trainer auch Wert auf die Tatsache, dass er die Pferde schonend aufbaut und nur dann herausbringt, wenn er eine echte Siegchance sieht. Darauf konnte sich der Wetter dann auch zumeist verlassen, der Schnitt Sieger zu Starter lag auch 2011 wieder deutlich über der 30 Prozent-Marke.

Rückblickend sorgten nicht nur die Dreijährigen bis zum Derby für die Highlights. Da ging so ziemlich alles, vom ersten Sieger des Jahres Mawingo, der mittlerweile in Australien weilt, angefangen. „Das war ein ganz tolles Pferd, sein vierter Rang im Derby, als er aus der Reserve geritten wurde, hat den Bavarian Classic-Sieger keinen Zacken aus der Krone verlieren lassen. Da sind wir insgesamt mit unseren Startern nicht gerade vom Glück verfolgt gewesen“.

Es wäre dieses Jahr jedenfalls noch einiges gekommen, aber so ist es nun mal, Mawingos Idealdistanz lag dann im Nachhinein betrachtet wohl eher bei 2000 Meter“.

Den Rennstall ebenfalls verlassen hat auch Illo, seineszeichens fünffacher Sieger und Ibicenco, ein riesengroßer Steher, wie der Trainer rückblickend voller Hochachtung spricht, er weilt mittlerweile auf dem fünften Kontinent. „Ibicenco ist im Derby am Rennverlauf und am Boden gescheitert, später hat er es im Prix Lutece und im Preis von Europa wieder geradegestellt. Auch er ist ein richtiger Aderlass“.

Ein weiterer Shirocco-Sohn hat mit Arrigo den Stall verlassen und ist Richtung Katar gewechselt, wo er bereits Vierter im dortigen Derby wurde. Zum Union-Sieger, der im Derby mit Kieren Fallon im Sattel, mehrfach umgebügelt wurde, meinte dieser trotzdem „Rennpferd“, und im Premio Coppa doro in Mailand zeigte er sich dann später als Bestätigung seiner hohen Wertschätzung wieder von seiner wahren Seite.

In 2011 verabschiedete sich auch Derbysieger Wiener Walzer von der Rennbahn. „Nach dem Frankfurter Eindruck sahen wir ihn wieder bei alter Klasse, wo er hingehört. „In Hoppegarten war er gegen gute Pferde Vierter. Uns war das allerdings nicht gut genug. Ich wünsche ihm in der neuen Karriere, die er verdient hat, alles Gute.

Ein Rennpferd wie er im Buche steht, der unkompliziert im Umgang, große Leistungen auf der Rennbahn gebracht hat“.
Solidaro, Longchamp-Sieger 2011, wechselte über Agent Peter Franceschini während der BBAG-Auktion nach Italien und hat zuletzt hochüberlegen ein Hürden-Rennen in Rom für sich entschieden.

Spricht man Jens Hirschberger auf seinen jetzigen Derbymumm an, kommen drei Pferdenamen in Frage, wenn auch mit einem mahnenden Unterton. Milord und Salzach, aber auch Awaji, der sich aktuell schön im Kommen befindet. Im Vergleich zum Vorjahr, als Jens Hirschberger gleich fünf Pferde wie aus der Pistole geschossen nannte, gibt sich der Coach bei unser diesjährigen Stallparade betont vorsichtig. Das Lot von über 60 Pferden sieht hingegen aktuell wie folgt aus.

Vierjährige und Ältere

Hamburg-Sieger Abydos ist ein sehr guter Handicapper, den Jens Hirschberger auf eine Marke von 86,5 Kilo steigerte. Der Schwarze gewann 2011 zwei Rennen und musste dann logischerweise den Sprung in die höhere Klasse versuchen. „Listenklasse und Grupperennen liegen in Deutschland nicht weit auseinander. Diese stehen für den Adlerflug-Bruder auch 2012 auf der Agenda, zumal es für ihn im höchsten Handicap in Deutschland so gut wie keine Rennen geben wird.

„Natürlich wird die Luft nun dünner, er hat schon einiges erreicht, zumal ich es ihm anfangs nicht so ganz zugetraut habe. Eine früh erlittene Schulterverletzung verhinderte anfangs so einiges. Dass dann 17 Starts und sechs Siege heraussprangen, bedeutet schon eine Klasseleistung von Abydos. Ein tolles Pferd, mit dem wir es vielleicht auch in Frankreich probieren werden“.

Für Alianthus war 2011 ein gigantisches Jahr. „Wäre der „Ausrutscher“ in Baden nicht gewesen, hätte er sechs Grupperennen gewonnen, da habe ich mich im Nachhinein schon ein bisschen geärgert“, gibt der Trainer unumwunden zu. „Aber der tschechische Sieger Shamalgan hatte auch entsprechende Referenzen vorzuweisen. Alianthus präsentiert sich fit and well und wird am 15. April in Düsseldorf beginnen, genau dort, wo er im vergangenen Jahr seine eindrucksvolle Siegesserie begann.

Danach könnte es vier Wochen später in eine Gruppe II-Prüfung nach Mailand gehen. Ich habe zwar Respekt vor der langen Gerade dort, aber wir werden es mit ihm probieren. Vielleicht steht später im Jahr auch ein Start in Paris auf dem Plan. Er ist ein lieber Kerl, der immer laufen will“.

Next Vision, letztes Jahr nur einmal am Start und gleich in einen Sieg auf höchster Handicapebene umgemünzt, wird im Erfolgsquartier zumeist als Führpferd für die besseren Pferde in der Arbeit eingesetzt, aber auch als Tempomacher in den jeweiligen Rennen.

„Früher hat diese Aufgabe Sethos übernommen, der sich jedoch außer Gefecht befindet. „Next Vision ist kerngesund, definitiv ein Gruppepferd und lief im vergangenen Jahr nur deshalb einmal auf eigene Rechnung, weil die besseren Pferde nicht laufen konnten. Da kam das Rennen gerade recht, was er ja auch in einen Sieg verwandelt hat. Wenn es sich mal wieder ergeben sollte, werden wir ihn natürlich wieder entsprechend aufbieten“.

Low Key, ein fünfjähriger Pentire-Sohn, gewann dreijährig drei Rennen, lief sich in Deutschland entsprechend hoch. Ein Jahr später, 2011, startete der Dunkelbraune nur fünfmal und dies ausschließlich im Ausland. „Bei ihm lief 2011 nicht wirklich alles so glatt, wie wir uns dies vorgestellt hatten.

Die ersten beiden Frankreichstarts waren mit entsprechenden Platzierungen okay, dann warf ihn eine Rückenverletzung zurück. Für ihn wird es auf der Handicap- bzw. Verkaufsschiene im Nachbarland weitergehen, in Deutschland steht er sehr hoch, zumal bei ihm der letzte „Schluck“ zur Gruppeklasse fehlt. Er sollte sich aber auf der erwähnten Route zu empfehlen wissen“, zeigt sich sein Trainer überzeugt.

Die vierjährige Alcina, eine rechte Schwester des Listensiegers Allanit, ist bis dato noch nicht an der Öffentlichkeit gewesen. Die Tiger Hill-Tochter hatte immer wieder kleine Kinderkrankheiten zu überbrücken.

„Sie war zudem lange im Wachstum und hat alle Zeit der Welt erhalten. Auf Alcina hatte ich vergangenes Jahr so richtig Mumm im Hinblick auf die Diana. Wir haben sie nicht ohne Grund im Rennstall belassen“. Die Braune präsentiert sich als großer kräftiger Typ und besticht durch ihr Exterieur und wird auf Distanzen um die 2000 Meter antreten.

Atempo wird auch als Mummpferd des Trainers bezeichnet, gewann in der vergangenen Saison am zweiten Lebensstart den Bremer Derby-Trial gegen Appleby. Seitdem hat der Monsun-Sohn pausiert, wobei er zuvor beim Debüt in Baden (4.) unglücklich agierte, wie der Trainer betont. „Nach dem Bremer Auftritt kam er dann noch einmal so richtig in die Entwicklung. Auch ihm haben wir alle Zeit der Welt gegeben.

Wenn alles planmäßig läuft, werden wir den Fuchshengst im Grand Prix-Aufgalopp in Köln aufbieten“. Der ehemaligen Derbyhoffnung sollte man in Köln gleich Beachtung schenken. „Ein Bild von einem Pferd, ein richtiger Stehertyp, der in der Gruppekategorie mitmischen soll“.

Auch Irving, von Singpiel stammend, muss noch einiges nachholen. Der Vierjährige wurde im vergangenen Jahr gelegt und präsentiert sich als Riese. Auch ein Griffelbeinbruch warf ihn zurück. Der Impostor-Bruder hat ebenfalls seine Zeit bekommen und wird wohl eher nicht früh zur Hand sein, befindet sich weiter im Aufbau.

Ladyluve, gewann gleich beim Debüt „mit dem Finger in der Nase“. Nach diesem Einstandstreffer in überlegener Manier ging es nach Baden ins Festa-Rennen. „Dort sind wir recht unglücklich geschlagen worden. Danach haben wir sie eingepackt, zumal Ladyluve nochmals anfing zu wachsen.

Sie wird auch keine lange Anlaufzeit benötigen und sollte auf Distanzen um die 2000 Meter bestens aufgehoben sein. Im Rennen zeigt sie sich eher eifrig, anders als in der Arbeit. Auch Ladyluve zähle ich zu den Punktelieferanten 2012, die sich Black Type schnappen sollte. Der Preis der Hotellerie wäre ein mögliches Ziel“.

„Nicht zu vergessen ist Tahini, der uns als Sechster im Blauen Band sehr überrascht hat und ein sehr gutes Rennen lief. Tahini hatte sich dabei eine leichte Verletzung geholt, steht mittlerweile aber wieder bereit zu neuen Taten. Auch sein Bruder Titurel wurde mit zunehmendem Alter noch besser. Diese Hoffnung haben wir bei ihm auch.

Tahini hat sich über Winter blendend entwickelt, ist jetzt doppelt so viel Pferd geworden und als waschechter Steher einer der interessanten Schlenderhaner für die anstehende Saison“. Der Medicean-Sohn gehört auf jeden Fall in die Grand Prix-Klasse und könnte auch für die entsprechenden Auslandsrennen ein Thema werden, so sein Betreuer.

Dreijährige

„Bei den meisten Dreijährigen in diesem Jahr fehlt mir der Zweijährigen-Start“, betont der Trainer. Jetzt sind sie natürlich da. Sie waren einfach im vergangenen Jahr noch nicht soweit, so dass mit Milord, Energizer, So Smart und Merian nur vier Pferde am Ablauf erschienen sind. Das kann überhaupt sehr wichtig sein, dass die Pferde zweijährig bereits einmal die Bahn gezeigt bekommen, weil es einen Riesenvorteil bedeutet.

Sie präsentieren sich dann im Anschluss viel reifer und erwachsener, ich sehe es in der Arbeit regelmäßig. Die besten Beispiele sind Adlerflug und Wiener Walzer, die ebenfalls zweijährig einmal am Ablauf waren“.

Mit Avaji, einem sehenswerten Manduro-Sohn, beginnen wir unsere Stallparade beim Derbyjahrgang. Der Fuchs aus der Avocette, ihrerseits Listensiegerin im Festa-Rennen, hat mit der Diana-Siegerin Amarette schon eine entsprechende Hausnummer vorzuweisen, wie sie besser nicht sein kann.

„Seine Derbynennung liegt in der Natur der Sache, er macht einen guten Job, benötigt allerdings auch noch Zeit, bis er ins Rollen kommt“, bringt sein Trainer es auf den Punkt.

Zu den hoffnungsvollen Kandidaten im Quartier zählt auch Energizer. Der verheißungsvolle Monsun-Sohn hat mit seinem Sieg im Düsseldorfer Junioren-Cup schon auf sich aufmerksam machen können. Auch nach dem vierten Rang im Winterfavorit zu urteilen zählt er zu den Schlenderhaner Dreijährigen, die man nicht zuletzt nach Ansicht des Trainers im Auge behalten sollte. Der mittelgroße Typ hat über Winter noch einmal entsprechend ausgelegt.

„Obwohl er soviel Pferd eigentlich nicht ist. Er wird im Busch-Memorial beginnen. Im vergangenen Jahr waren die ersten beiden Leistungen mit dem Sieg im Junioren-Cup und dem Laufen im Winterfavorit in Ordnung. Anschließend in Krefeld ist er an der von mir gewählten Taktik gescheitert. Wir wollten ihn streng auf Warten reiten, doch der Schuss ging nach hinten los. Ein tolles Pferd, der noch Nennungen für die deutschen Guineas, diversen anderen Derbyvorprüfungen und für das französische Derby inne hat. Ich sehe ihn auf Distanzen zwischen 1600 bis um die 2000 Meter“.

Von den 23 Vertretern des Derbyjahrganges wird Milord bekanntlich als Favorit fürs Blaue Band gehandelt, aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht weil er sein Debüt mit fünf Längen gewinnen konnte. „Das war eigentlich ein Rennen zum Lernen, damit hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gerechnet. Diese sehr beeindruckende Vorstellung führt natürlich dazu, dass er sich nunmehr in aller Munde befindet“.

Der Monsun-Sohn verfügt über Nennungen im Metzler Preis, Bavarian Classic, der Union und dem Deutschen Derby. „Wo wir anfangen werden, kann ich aktuell noch nicht sagen. Jedenfalls hat sich Milord über Winter sehr positiv entwickelt, trotzdem ist es natürlich noch früh im Jahr“, mahnt der Trainer ein wenig zur Vorsicht.

„Er ist nicht besonders groß, aber es ist alles dran, eben ein kleiner Kompakter, dem ich vieles zutraue.
Salzach gehört als Bruder der sehr guten Selkis und zu Steuben ebenfalls zu den gemeinten Derbykandidaten in Deutschland. Auch der Trainer zählt den Dreijährigen zu seinen Hoffnungsträgern beim Dreijährigen-Lot.

„Alle Pferde aus dieser Familie hatten ohne Ausnahme sehr gute Bewegungen, er ist zudem ein hübscher, klasse aussehender Fuchshengst, vielleicht könnte er ein paar Gramm mehr vertragen, obwohl alles dran ist“. Und Talent hat der Monsun-Sohn in der Arbeit bereits hinlänglich erkennen lassen. Deshalb stehen auch alle wichtigen Derbyvorprüfungen bis hin zum Derby auf dem Horner Moor auf seiner Marschroute. Seinen Erstauftritt werden die Fans voraussichtlich in den nächsten 14 Tagen erleben.

Wenn ein Hengst wie Walzertakt als Bruder eines Derbysiegers im aktuellen Derbyjahrgang auftaucht, wird die Fangemeinde sicher groß sein. Jedenfalls ist der Montjeu-Sohn aus der dreifachen Gruppe-Siegerin Walzerkönigin, einer Kingmambo-Tochter, bereits in vieler Munde. „Ein völlig anderer Typ, in dieser Familie sieht jeder anders aus“.

Er präsentiert sich nicht ganz so kräftig wie sein Bruder Wiener Walzer, der aktuell im Gestüt Erftmühle seinen Deckpflichten nachkommt. „Aus der Union und dem Derby haben wir Walzertakt gestrichen, weil er ein später Typ ist. Natürlich wird er im Frühjahr herauskommen. Dann wird er eben erst nach dem Derby in besseren Rennen laufen. Alles andere macht aus meiner Sicht zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn“.

Der Sinndar-Hengst Guanin sollte gleich früh zur Hand sein. Er ist ein bis jetzt noch nicht gelaufener Erstling aus einer ungeprüften Kingmambo-Mutter und besitzt gleichwohl Nennungen in allen wichtigen Dreijährigenprüfungen einschließlich 2000 Guineas. Der kleine Schwarze ist ein richtig hübscher Kerl, wäre nach Angaben seines Betreuers schon zweijährig gelaufen, wurde allerdings durch eine kleine Verletzung daran gehindert.

Merian besitzt schon die Erfahrung, Rennbahnluft als Zweijähriger geschnuppert zu haben, bei seinem vierten Rang in Krefeld im vergangenen Herbst. „Verwundert darüber war ich, dass er heftig im Rennen ging. Auf dem schweren Boden fehlte dann auch ein Schuss Spritzigkeit am Ende, es war aber nur ein Start zum Lernen. 2000 Meter sollten nach seinem Geschmack sein. Auch ihn dürften wir in absehbarer Zeit wieder am Ablauf sehen“.

Der mächtig wirkende Fuchs Aspilan verfügt nicht über Nennungen für bessere Rennen, weil er vielleicht noch etwas Zeit benötigt. Doch ist der Shamardal-Sohn als Bruder von Allanit keinesfalls aus der Art geschlagen, wie der Trainer meint. „Ich hoffe, dass er bis Ende Mai aufgeholt hat und sehe ihn auf Distanzen um die Meile“.

Assisi, eine Galileo-Tochter aus der bei drei Starts ungeschlagenen Diana-Siegerin Amarette, hat natürlich ebenfalls eine Diana-Nennung erhalten. Wie ihr Bruder Ametrin ist sie gleichwohl ein richtiger Stehertyp, wie der Trainer voller Hochachtung über die Dreijährige spricht.

„Sie ist einfach nur göttlich gezogen, nicht besonders groß und steht aktuell noch lang im Fell. Assisi braucht noch etwas Anlaufzeit, wird erst dann am Ablauf erscheinen, wenn sie sich anbietet. Aber insgesamt bin ich in ihrem Fall sehr zuversichtlich.

Auch dem Monsun-Sohn Attalos, einem rechten Bruder des talentierten Atempo, gelten aus Trainersicht berechtigte Zukunftshoffnungen. Der riesengroße Fuchs präsentiert sich als ganz tolles Pferd. „Er hat sich zweijährig eine Fissur hinten in der Box zugezogen, befindet sich mittlerweile aber wieder voll in der Vorbereitung. Ende April haben wir, wenn alles planmäßig verläuft, seinen Einstand vorgesehen. Er hinterlässt jedenfalls einen sehr guten Eindruck in seinen Lektionen. Distanzen oberhalb von 2000 Metern sollten ihm besonders entgegen kommen“.

Der Tertullian Sohn Axiom, führte sich jüngst mit einem zweiten Rang in Köln ordentlich ein. Der Dreijährige besitzt eine Nennung für die 2000 Guineas an selber Stätte und genießt im Quartier einen besseren Ruf. Als rechter Bruder zu Aviso muss er natürlich beweisen, dass er aus ähnlichem Holz geschnitzt ist.

„Er wäre eigentlich im vergangenen Jahr schon soweit gewesen, hat dann aber Schienbeine bekommen. Mit ihm versuchen wir dieselbe Route wie mit Aviso zu gehen. Er ist ein völlig unkomplizierter Typ, ähnelt seinem Bruder sehr, ebenso unscheinbar und klein, aber kräftig“.

Bailando aus dem Stall PIDA wird nach Angaben des Trainers nach wie vor Zeit benötigen, die er auch bekommt. Der braune Hengst macht optisch einen hervorragenden Eindruck, hat in der Arbeit schon einiges Talent erkennen lassen.

„Bailando besitzt Nennungen in diversen Auktionsrennen sowie im Grand Prix de Chantilly. Man merkt allerdings noch, dass er im letzten Jahr länger aussetzen musste. Da muß er noch ein bisschen aufholen. Ansonsten ein ausdrucksstarker Typ“.

Imagery, eine weitere Monsun-Tochter, hat als Schwester zu Idealist und Imonso Nennung für die 1000 Guineas. Die sich toll präsentierende kräftige Stute gilt als charakterstark und hätte nach Angaben ihres Trainers auch schon zweijährig an den Start kommen können. „Sie bekam zwischenzeitlich Husten, so dass wir von einem damaligen Start Abstand genommen haben. Imagery ist keinesfalls aus der Art geschlagen und sollte wie die meisten Pferde aus ihrer Familie auf der Meile zu Hause sein“.

Der braune Motivator-Sohn Indigolith ist von großer Statur und dürfte bis Ende Mai bei der Hand sein. Er soll seinem Bruder Impostor nacheifern, der bei seinem zweiten Start siegreich war und anschließend an den Stall Salzburg verkauft wurde, für den er Dritter im Österreichischen Derby wurde. „Indigolith sehe ich auf Distanzen bis zu 2000 Metern.“

Ituila ist das zweite Produkt der Diana-Siegerin Iota, die kleine, gedrungene Tertullian-Tochter zeigt sich eifrig in der Arbeit und dürfte trotzdem noch etwas Zeit brauchen, bevor sie Rennseide tragen wird.

Die Schlenderhanerin Karavel gewann 2006 den Preis der Deutschen Einheit und zeigte zudem als Diana-Zweite eine weitere Topleistung. Ihr zweites Produkt heißt Keeness und stammt von Tiger Hill. „Sie haben wir aus der Diana gestrichen. Keeness hat zwar zweijährig Ansätze gezeigt, steht jedoch wieder im Wachstum und wird deshalb noch eine Weile brauchen.

Kitcat gewann für Schlenderhan zwei Listenprüfungen als Dreijährige, ihr drittes Fohlen heißt Kismet, ein Braunschimmelhengst von Dalakhani abstammend. Das „Riesenschiff“ hat keine Nennungen für bessere Rennen erhalten und steht noch voll in der Entwicklung. „Das war schon zweijährig abzusehen, dass er weiter wächst. Ein ganz sympathisches Pferd mit tollem Charakter, der von allen geliebt wird. Vor Herbst wird er wohl kaum an der Öffentlichkeit erscheinen“.

Zur kopfstarken Monsun-Armada zählt auch Montgolfier, wobei der Dunkelbraune zu den Pferden zählt, die in der Arbeit schon ordentliche Ansätze gezeigt haben. „Adrie zeigte sich sehr begeistert von seiner Galoppade, wobei der Hengst auch schon zweijährig entsprechend sein Talent hat aufblitzen lassen. Er wird nicht viel Anlaufzeit benötigen, auch wenn er keinerlei Nennungen für bessere Rennen innehat“.

Die Manduro-Tochter Santayana stammt aus einer Sadler’s Wells Mutter und hat mit solchen Cracks wie Solidaro, Sereth oder Salutino schon sehr talentierte Geschwister in der Familie. „Bei ihr wird trotz einer erhaltenen Diana-Nennung nichts übers Knie gebrochen. Sie zeigt sich hervorragend entwickelt und würde auch als großer toller Fuchs jeden Schönheitspreis gewinnen. Zudem ist sie mit viel Talent ausgestattet und sollte uns Freude bereiten.“

Auch So Smart ist zweijährig bereits zweimal am Ablauf gewesen und konnte dabei jeweils in Hannover bereits listenplatziert enden. Die Selkirk-Tochter ist aus einer nicht gelaufenen Shirocco-Schwester. Auch wenn wir sie aus der Diana herausgenommen haben ist schon einiges Talent vorhanden“. Bei ihr lautet das Ziel, ein Listenrennen zu gewinnen und vielleicht auch mehr, wenn sie über Winter keine großen Satz gemacht hat. Die Vorleistungen stimmen jedenfalls.“

Soidisant vertritt, wie der Trainer anfügt, eine eher späte Abteilung, der Bruder solcher Pferde wie Soignee, Simoun oder Shining hat auch deshalb keine Nennung für bessere Prüfungen erhalten. Der braune Hengst sah zweijährig, Originalton Trainer, „nach nichts aus, hat aber über Winter eine ausgezeichnete Entwicklung genommen. Wenn es nach dem Aussehen geht, würde ich ihn als Gruppepferd bezeichnen. Er macht jedenfalls einen sehr guten Job in der Arbeit, aber wo die Reise hingeht, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen“.

Welcome präsentiert sich als groß gewachsene Stute, die im Übrigen über eine Diana-Nennung verfügt. Sie ist das zweite Produkt der Listensiegerin Well’s Present, einer Cadeaux Genereux-Tochter. Die von Monsun abstammende Dreijährige hat in den morgendlichen Lektionen schon ihr Talent unter Beweis gestellt und verfügt über schöne Bewegungen, wie es der Trainer nennt. Obwohl sie noch nicht am Ablauf erschienen ist, zeigt sich ihr Betreuer über den weiteren Werdegang zuversichtlich.

Zutero, ein Toylsome-Sohn vom Gestüt Bona gezogen, wurde auf der Badener Auktion erstanden. Der Erstling aus der bei zwei Starts listenplatzierten Big Shuffle-Tochter Zubia, verfügt über Nennungen in den Auktionsrennen von Halle, München und Köln. „Wir hatten erst an Starts für die Zweijährigenkampagne gedacht, doch war er einfach noch nicht soweit und wird auch aktuell noch Zeit brauchen. Er macht jedenfalls Fortschritte und sollte bis zur Meile am besten aufgehoben sein“.

Zweijährige

Almandin ist das dritte Fohlen der mit Stamina ausgestatteten Anatola, die selbst als zweifache Siegerin, davon einmal in der Listenklasse, in die Zucht wechselte. Der rechte Bruder von Attalos und Atempo stellt einen großen kräftigen Typ dar und ist nach Ansicht des Trainers wie alle anderen aus der Familie definitiv kein Zweijähriger.

„Die haben ihre Zeit gebraucht und die wird Almandin auch erhalten. „Er war einer der ersten, die aus Disternich in den Rennstall einrückten und hat sich entsprechend eingelebt“.
Anna’s Star für WH International präsentiert sich als tolle kräftige Stute. Die Hernando-Tochter hat eine Nennung für die Winterkönigin erhalten. „Im Moment sieht es eher nicht so aus als wäre sie ein frühes Pferd, aber das kann sich manchmal vom einen auf den anderen Tag ändern. Wir wollen es zweijährig, wenn sie sich anbietet, in jedem Fall versuchen. Ihre Mutter Anno Luce habe ich sogar noch bei Uwe Ostmann geführt, eine Gruppe-Siegerin für Scheich Mohammed unter Georg Bocskai damals.

Bei Aspidistra, eine weitere Hernando-Tochter, sieht die Sache aktuell schon anders aus. Sie zeigt sich schon weit entwickelt und sollte nach diesem Eindruck früh zur Hand sein. „Bei ihr sieht es so aus, als könnte sie in der zweiten Jahreshälfte zu meinen Startern gehören. Die Nennung für die Winterkönigin trägt dem Rechnung“.

Ihre Mutter Astilbe, ihreszeichens Gontard-Siegerin auf Listenebene, hat schon u.a. mit Allanit bzw. Agapanthus talentierte Galopper gebracht.

Die Shirocco-Tochter Early Bird geht über ihre Mutter Evening Breeze auf eine Gamshofer Linie zurück. Als Schwester des leider viel zu früh abgetretenen Eagle Rise und zum Beispiel Eye of the Tiger verdient einen deutlichen Hinweis. „Sie macht wirklich einen guten Job und hat sich sehr gut formiert. Auch Early Bird zählt zu den Kandidaten, die ich mir bereits zweijährig auf der Bahn vorstellen kann. Ein Pferd für 1600 bis 2000 Meter“, so der Trainer.

Examinee ist als rechte Schwester von Energizer, der zweijährig bereits Rennbahnluft geschnuppert hat, sicher nicht aus der Art geschlagen. Die toll gemachte, kompakte braune Lady dürfte ähnlich wie ihr Bruder früh an der Öffentlichkeit erscheinen. Zudem verfügt die Monsun-Tochter über eine Nennung für die Winterkönigin.

Funfair stellt sich als Erstling aus der Listensiegerin Flashing Colour, einer Pivotal-Tochter vor. Die Zweijährige hatte sich als Jährling auf der Koppel einen Halswirbel gequetscht, macht ihren Job brav unter Vorbehalt, cantert ordentlich, macht alles gut, hat allerdings erstmal keine weiteren Nennungen erhalten. Nun muss man mal schauen, wie sie mit dem Handicap klar kommt“.
Gitano ist das zweite Fohlen einer ungeprüften Guadaloupe-Tochter. Der Toylsome-Sohn präsentiert sich als kleiner, aber aufgeweckter Bursche. „Der ist in der Arbeit hellwach wie alle Toylsome-Nachkommen“.

Die Dansili-Tochter Glee stammt aus der selben Linie, nämlich der italienischen Oaks-Siegerin Guadaloupe. „Guantana, ihre Schwester, hat bekanntlich zwei Listenrennen gewonnen und lief Gruppeplatziert.

Geht man nach den Erfahrungen, die wir mit Guantana gemacht haben, hat es doch etwas gedauert, bis der Knoten geplatzt war. Trotzdem haben wir Glee eine Winterkönigin-Nennung gegeben, weil sie vor allen Dingen als „kleines Mäuschen“ daher kommt. Sie sieht schon relativ fertig aus, wenn sie jetzt nicht mehr ins Wachstum kommen sollte.“

Ioannina gewann ihrer Zeit den Preis der Hotellerie und lief gleichwohl Gruppeplatziert. Die Rainbow-Quest-Tochter präsentiert mit dem Dansili-Sohn Iman ihr zweites Fohlen im Rennstall. Der Erstling Index lief zweijährig einmal als Vierter im Winterfavorit-Trial und steht mittlerweiler in neuem Besitz. „Iman ist zwar nicht so groß, macht aber alles zu unserer Zufriedenheit, weiß jedenfalls, wo er hin will. Iman ist aus meiner Sicht zweijährig durchaus denkbar.“

Der Erstling der Diana-Siegerin Iota heißt Iojo, eine ungeprüfte Giant’s Causeway-Tochter, die bereits in die Zucht gewechselt ist und ihr erstes Fohlen zu Adlerflug gebracht hat. Iotas drittes Produkt heißt Iniciar und gehört zum Schlenderhaner Zweijährigenlot von Jens Hirschberger. Der braune Hengst, ein Galileo-Sohn, präsentiert sich als korrekt gebautes Pferd und hat eine Nennung für den Winterfavoriten erhalten.

Ibicencos und Irians zweijährige Schwester Itschou hat den Breeders Cup Triumphator Shirocco zum Vater. Sie verkörpert vom Exterieur her den unscheinbaren kleinen Typ und hat einen sehr lieben Charakter. „Ich hoffe, dass sie trotzdem schnell läuft.“
Ivanhowe ist schon jetzt mit reichlich Stockmaß gesegnet. Der Impostor-Bruder wird deshalb noch einige Zeit benötigen, zeigt sich sein Trainer überzeugt. „Der wird zweijährig hundertprozentig nicht an den Ablauf kommen, da bin ich mir sicher“.

Karachi, eine Nayef-Tochter ist das dritte Produkt der Schlenderhaner Gruppe-Siegerin Karavel und ein richtiger Hingucker noch dazu, die erst spät ins Trainingsquartier eingerückt ist. „Die schöne große Stute verfügt über tolle Bewegungen, macht jedoch keinesfalls den Eindruck, als ob wir sie zweijährig auf der Bahn sehen werden, glaubt ihr Betreuer.
Der Königstiger-Bruder Kiss Good Bye kann diesem vielleicht nacheifern.

Während Königstiger bekanntlich das Gran Criterium in Mailand zweijährig für sich entscheiden konnte, hat sein von Monsun stammender Bruder eine Nennung für den Winterfavorit in Köln erhalten. Auch die Geschwister Kalla und Karavel haben beide Grupperennen gewonnen. „Ihm traue ich einiges zu, er stellt den kleinen, kräftigen und markanten Typen dank seines Abzeichens dar, ist auch der Mumm von Generalmanager Gebhard Apelt, wie dieser jüngst an anderer Stelle mitteilte.

Lady Luck geht auf eine amerikanisch gezogene Mutterlinie zurück. Ihre rechte Schwester Ladyluve hat bereits eine Listenplatzierung im Diana-Trial von Baden-Baden vorzuweisen. „Die Zweijährige sieht aus wie ein Zwilling von Ladyluve, ein Abbild sozusagen und ein nahezu perfektes Exterieur obendrein.“ Die Schwarze weiß sich zudem toll zu bewegen, eine Augenweide.“

Le Tourbillon ist als zweites Fohlen der Nashwan-Tochter La Mouline in den Rennstall eingerückt. Der junge Monsun-Hengst hat nicht nur einen völlig unkomplizierten Charakter, der tolle Fuchs weiß sich auch entsprechend in Szene zu setzen. „Sehr elegant und sympathisch noch dazu“, ergänzt der Trainer voller Begeisterung.
Madhyana gab sich anfangs doch etwas ängstlich, hat sich aber mittlerweile gut eingelebt.

Die Monsun-Tochter ist nicht nur hübsch, sondern macht auch ihre Lektionen recht ordentlich. „Viel lässt sich aktuell noch nicht sagen, zumal auch ihr dreijähriger Bruder Montgolfier noch nicht gelaufen ist“.

Nobel gezogen kommt Seance daher. Hört man die Namen Suestado, Soum und Scorcher, weiß man, aus welchem Holz die Manduro-Tochter möglicherweise geschnitzt ist. Ihre von Darshaan abstammende Mutter Suivi ist selbst vierfache Siegerin. „Wir haben ihr bewusst keine Zweijährigennennung gegeben, zumal die Pferde aus dieser Linie erst später liefen.“

Die Winterkönigin von 1999 hieß Sommernacht, ihr aktuell zweijähriger Hoffnungsträger heißt Shady, der ebenfalls über eine Nennung im Preis des Winterfavoriten verfügt. Der Bruder von u.a. Sommertag und Sommerabend muss man unbedingt mit auf der Rechnung haben, repräsentiert er doch eine vererbungsstarke wie hocherfolgreiche Linie. „Er sieht tatsächlich so aus, als könnte es für ihn früh losgehen.

Ein schicker Tertullian-Sohn, der sich eifrig gibt und manchmal schon mehr will als er machen darf“, bringt es der Trainer auf den Punkt.

Sine Tempore heißt die rechte Schwester solcher Pferde wie Sereth und Salutino. Auch wenn die Braune keine Nennungen für bessere Rennen besitzt, deutet doch vieles darauf hin, dass sie aus der Art schlägt. „Denn normalerweise waren dies alle keine Zweijährigen“, so der Trainer. „Ich weiß nicht, wo die das plötzlich her hat, im Moment spricht vieles dafür, dass sie zweijährig herauskommt, ein tolles Pferd im Übrigen“.

Spitfire präsentiert sich als Erstling aus der nicht gelaufenen Monsun-Tochter Swish, einer Shirocco-Schwester. „Er wird viel Zeit brauchen, seine Mutter war auch wie er ein echter Hingucker, war jedoch nicht an den Ablauf zu bringen.

Die Grand-Lodge-Tochter Schwarzach brachte mit Selkis und Steuben schon sehr talentierte Pferde. Ihr zweijähriger Sohn Strike, ein brauner Hengst, verfügt bereits über Bewegungen zum Niederknien, wie der Trainer ihm attestiert. Auch hier hat man zweijährig auf Nennungen für bessere Rennen verzichtet, ihm eilt jedoch im Stall ein guter Ruf voraus.

Nur einmal lief Sunnyvales Mutter Sommerlied, eine Darshaan-Tochter, hat aber mit Song Writer ein veritables Gruppe-Pferd auf der Bahn gehabt. „Die Stute ist ein mittelgroßer unauffälliger Typ, macht alles brav mit“ und hat mit Sethos ein dankbares Pferd gebracht, das der Trainer oft als Führpferd in der Arbeit eingesetzt hat.

Szoff ist das zweite Produkt der Dashing Blade-Tochter Slawomira, die als Zweite im zur Gruppe II zählenden Zukunftsrennen Akzente setzen konnte. Er stammt von Shirocco ab. Zwar hat sein Bruder Slaveni noch keine Bäume ausgerissen, doch gefällt der jüngere Shirocco-Bruder als Hingucker durch sein Exterieur. „Er zeigt sich weit entwickelt und könnte jetzt schon als Dreijähriger durchgehen, dazu kommt ein Riesencharakter“.

Tahini und vor allen Dingen Titurel sind Ausrufezeichen, die die Acatenango-Tochter Tucana als Mutterstute gesetzt hat. Die zweijährige Tarija wird nach Traineransicht noch Entwicklungszeit brauchen, da fehlt noch etwas. „Nach Papier ist sie wie eine Steherin gezogen, an einen Zweijährigenstart ist augenblicklich nicht zu denken“.

The Tigress ist Erstling der Night Shift-Tochter The Fairy aus der Tertullian-Familie, die ihrerseits einen vierten Rang in der Listenklasse vorzuweisen hat. „Die Stute hat viel von ihrem Vater Tiger Hill, ein schönes großes Pferd, das wir für die Winterkönigin genannt haben.“

Walzerprinzessin vertritt eher den kleinen kompakten Typ. „Bei ihr ist alles dran, sie hat zudem ganz tolle Bewegungen. Ihre Mutter ist keine Geringere als die Kimgmambo-Tochter Walzerkönigin und ist selbst dreifache Gruppe-Siegerin, hat außerdem mit Walzertraum und vor allen Dingen dem Derbysieger Wiener Walzer Klassepferde gebracht. Sie dürfte erst dreijährig zur Hand sein“.

Stall PIDAS Welfenkönig stammt aus der Zucht des Gestüt Röttgens und kommt als kleiner schicker Kerl daher. „Der kräftigen Burschen, den der Besitzer auf der Badener Auktion erstanden hat, wurde im Winterfavorit genannt. Zudem kann er ebenfalls in zahlreichen Auktionsprüfungen an den Ablauf kommen. Bei ihm spricht vieles für eine erfolgreiche Zweijährigen-Kampagne.
Well Away, eine kleine Fuchsstute, macht einen höchst eleganten Eindruck und hat mit Welcome noch eine ungeprüfte dreijährige rechte Schwester im Quartier.

Beide stammen vom Schlenderhaner Spitzenstallion Monsun ab und sollten demnach mit Distanzen über 2000 Meter wenig Probleme haben, Well Away ist aber nach Ansicht ihres Trainers nicht unbedingt wie eine Zweijährige gezogen.

(13.04.2012)