Nur einmal im Jahr, fast immer während der Großen Woche in Iffezheim, finden im belgischen Waregem Galopprennen statt. Der unumstrittene Höhepunkt des Renntages, an dem stets gut 35.000 Besucher den Weg auf die Rennbahn in Westflandern finden, ist die mit stolzen 100.000 Euro dotierte Grand Steeple Chase des Flandres über 4600 Meter. In den vergangenen Jahren gab es in dieser Prüfung oft deutsche Starter. 2013 belegte Stall Steintors Alanco immerhin einen guten vierten Platz. In diesem Jahr war es am Dienstag Deutschlands wohl aktuell bestes Hindernispferd, Kazzio, der in diesem Rennen, das als Handicap gelaufen wird, an den Start kam. Der Schützling von Pavel Vovcenko ging unter seinem ständigen Jockey Cevin Chan in das Rennen, in dem er mit einer Quote von 69:10 zur erweiterten Favoritengruppe zählte.
Und dieser Rolle wurde der siebenjährige Königstiger-Sohn auch vollauf gerecht, denn bis zur Linie mischte er in dem spannenden 100.000er mit, verpasste den Sieg in dem von 14 Pferden bestrittenen Rennen nur mit einer Länge. Cevin Chan, der Kazzio zunächst im hinteren Teil des Feldes in aller Ruhe auf die Beine kommen ließ, sein Pferd, als es in die zweite Hälfte des Rennens ging, aber in das Vordertreffen manövrierte, versuchte im Finish alles, ein nicht ganz optimaler Sprung am letzten Hindernis könnte aber eventuell den Sieg gekostet haben, den Sieger Taupin Rochelais, der zur Quote von 51:10 auch als Favorit ins Rennen gegangen war, konnte er jedenfalls trotz eines großen Kampfes nicht mehr ganz erreichen. Dennoch lief der Top-Steepler das Rennen seines Lebens und verdiente mit seinem zweiten Rang immerhin stolze 20.000 Euro.
Der Sieger Taupin Rochelais, der von Thomas Beaurain geritten wurde, war einer von vier Startern seines Trainers Patrice Quinton und dem Ecurie des Dunes, die somit zum fünften Mal in Folge in diesem belgischen Hindernis-Highlight zum Zuge kamen. Quinton stellte mit Tomcat du Kerser (Arnold Cisel) außerdem den Dritten. Der Vorjahressieger, und Triumphator von 2012, Royal Fou wurde dagegen bereits am dritten Sprung reiterlos, und Martalin, Sieger von 2012 und 2013, tat sich im Mittelfeld früh schwer, kam schließlich als Sechster über die Linie. Auf dem schweren Parcours gab es wieder einige Stürze, von den 14 gestarteten Pferden kamen schließlich nur acht ins Ziel.












