Als Metzgermeister verdiente Herbert Schäfer seine Brötchen. Seit Jahrzehnten ist er im Turf engagiert, und hat immer wieder versprechende Pferde in seinem Besitz. Ein Talent scheint auch der Sholokhov-Sohn World Cup (Foto) zu sein, der sich mit starken Reserven das Zweijährigen-Rennen über 1600 Meter in Köln sicher vor den noch sehr grün wirkenden Little Man und Zazou sicherte, während der Favorit Dozent aus bester Lage nicht zulegen konnte (Video ansehen).
Werner Hefter trainiert den Sieger. ‚Es ist immer schön hier zu gewinnen, wir gehen nun in das Auktionsrennen auf dieser Bahn‘, erklärte der Coach. Dort wird er auch auf die Platzierten der Prüfung treffen.
Natürlich war das Altersgewichtsrennen über 1400 Meter nur eine Angelegenheit zweier Pferde. Und der 15:10-Favorit Royal Pepper (Andreas Helfenbein) musste doch einiges tun, um De la Vista (Andreas Suborics) auf der 1400 Meter-Strecke in die Knie zu zwingen.
Lange sah es nach einem Erfolg der Stute aus, doch auf den letzen Metern entwickelte der schon in Hamburg erfolgreiche Wallach aus dem Stall von Mario Hofer noch starke Reserven und kam knapp, aber sicher hin, während Kalypso Queen deutlich zurück Dritte wurde. ‚Er tat sich etwas schwerer als erwartet, kommt nach der Kastration jetzt aber besser in Gang‘, kommentierte der Coach.
Ein Großteil des Kölner Sonntagsprogramms gehörte den Arabischen Vollblütern. Und gleich in der einleitenden Prüfung setzte sich die 15:10-Favoritin Sharima völlig überlegen gegen Queen Anne und Kahrma durch. Gerade noch rechtzeitig war Jockey Andrasch Starke aus Amerika zurückgekehrt, der nach dem dritten Rang mit Quijano in Belmont Park die Stute aus den Niederlanden zum Sieg steuerte.
‚Wenn sie das Pferd gewettet haben, können sie sich jetzt schon umdrehen und Richtung Schalter gehen‘, brachte es Rennkommentator Manfred Chapman nach dem AL Maktoum – Preis von Europa auf den Punkt. Denn der von Ex-Jockey Mieczyzlaw Melnicki trainierte Pole Marvin El Samawi (A.Reznikov) war schon Mitte der Geraden ein völlig überlegenes Pferd in diesem 15.000er über 2400 Meter und schickte als 15:10-Favorit Magic Light und FF Terska im Canter auf die Verliererstraße. Es war der zwölfte Erfolg des Super-Arabers!
Das finale Araberrennen sicherte sich der aus der Schweiz angereiste 181:10-Außenseiter mit dem schweren Namen Nil Ishan Ibn Al Sakbe (Markus Kolb).
Den Wertungslauf der Fegentri-WM gewann in leichter Manier Dr. Andreas Boltes Vassilja (51:10, Lydia Lammers), der die Riesenaußenseiterin Arabesque und Kitza auf die Plätze verwies.
Auf ein Duell zwischen dem Seriensieger Löwenherz und der von Waldemar Hickst trainierten Stute Sina hatte man sich im 1850 Meter-Altersgewichtsrennen eingestellt.
Die 25:10-Mitfavoritin hatte deutlich das bessere Ende, wobei Andreas Suborics sie spät noch an dem stark laufenden Venetian Dancer vorbeibrachte, während Löwenherz als Dritter wenig glücklich agierte. ‚Endlich hat sie ihr erstes Rennen gewonnen‘, war Waldemar Hickst erleichtert.
Das Team Suborics/Hickst war auch weiterhin auf der Erfolgsspur, denn der zweite gemeinsame Treffer, der dritte für Suborics, war mit der 17:10-Favoritin Wanna Be über 1850 Meter fällig, als sich die Park Wiedingerin ganz überzeugend von Present of Heaven und Shire´s Red freimachte.
Den Toto sprengte Michael Trybuhls Sun Society (216:10, Katharina Daniela Werning) im Ausgleich III über 1850 Meter, während beim Sieg von Andreas Löwes Magazin (Fabian-Xaver Weißmeier, 72:10) in einem 1400 Meter-Handicap die Dreierwette nicht getroffen wurde und demnächst ein Jackpot von annähernd 5000 Euro ausgespielt wird.
Im abschließenden Altersgewichtsrennen hatte nach einem packenden Fight Vakant (100:10, Andreas Göritz) aus dem Stall von Helga Dewald gegen Isario und Dragon Fly das beste Ende. Der Umsatz belief sich auf 208.436 Euro nach elf Rennen, ein tolles Resultat nach 159.000 Euro bei neun Prüfungen in 2008.










