Der Prix Marcel Boussac war dann doch eine Nummer zu groß für Deutschlands aktuell beste zweijährige Stute, Peace Royale. In dem mit 300.000 Euro dotierten Gruppe I-Rennen über 1600 Meter kam die von Andreas Wöhler trainierte Sholokhov-Tochter nicht über Platz sechs hinaus.
Als 270:10-Außenseiterin war die Stute des Filly Syndikat in das dritte Rennen am Arc-Tag gegangen, war unter Eduardo Pedroza bis eingangs der Geraden auf dem letzten Platz auszumachen.
Der Wöhler-Jockey beorderte Peace Royale dann im Einlauf nach außen und wollte zum Angriff schreiten. Die Stute packte auch gut an, was allerdings auch die weiteren Ladies in dem Gruppe I-Rennen machten.
Startbox zehn im Zehner-Feld (Mitfavoritin Gipson Dessert war am Start reiterlos geworden und wurde zurückgezogen) war sicher kaum von Vorteil. „Aus der äußersten Startbox musste Eddie sie zunächst etwas wegnehmen, wurde dann im Bogen auch etwas nach außen gedrückt. Sie ist aber brav gelaufen und geht jetzt in die Winterpause“, hieß es aus dem Wöhler-Team nach dem Rennen.
Dieses ging an die mitfavorisierte Zarkava, die unter Christophe Soumillon ihren zweiten Lebensstart absolvierte und im Ziel rund acht Längen Vorsprung auf Peace Royale hatte. Trainer Alain de Royer-Dupre hatte die Zamindar-Tochter für 18.000 Euro eigens für das Gruppe I-Rennen nachgenannt.
Auf Platz zwei landete Conference Call (Stephane Pasquier), die lange wie die Siegerin aussah, sich aber dem fulminanten Speed von Zarkava beugen musste.
Das zweite Gruppe I-Rennen für die Zweijährigen, der Prix Jean-Luc Lagadere, wurde zur leichten Beute des heißen Favoriten Rio De La Plata aus dem Godolphin-Imperium. Unter Frankie Dettori hatte der Rahy-Sohn, der bei seinem fünften Start seinen dritten Sieg feierte, in dem 350.000 Euro-Rennen alles sicher im Griff und gewann vor Declaration of War und Shediak.
„Er ist ein tolles Pferd und sollte vor einer großen Zukunft stehen. Das ist ein Top-Rennen heute, und er wird nächstes Jahr mit Sicherheit eine große Hoffnung für die 2000 Guineas sein“, war Racing Manager Simon Crisford von der Vorstellung des zweijährigen Hengstes angetan.











