Am 18. August hatten sich vor Beginn des Sparkassen-Renntages in Düsseldorf viele Wetter beim Buchmacher auf dem Grafenberg eingefunden. Im 1. Rennen in Deauville lief schließlich Mario Hofers Soresca in einem F-Verkaufsrennen, in dem die zweijährige Stute unter Maxime Guyon nach zwei zweiten Plätzen zuvor beste Siegchancen haben musste.
Unter der Anfeuerung und dann dem Jubel der zahlreichen Zuschauer, die für letztlich 34:10 auf Sieg eine Wette gewagt hatte, stieß Soresca auf der Sandbahn in der entscheidenden Phase unwiderstehlich vor und gewann mit zwei Längen Vorsprung auf Loumaxaye fast noch leicht.
Manfred Hofer, Bruder des Ex-Trainers der Stute, kaufte die Elusive City-Tochter für 15.000 Euro als Jährling im November 2012 in Deauville, wo sie als Fohlen bei 13.000 Euro unverkauft den Ring verlassen hatte.
Der erfolgreiche Jährlings-Einkäufer hatte für eine Tochter der auf Gruppe III-Niveau erfolgreichen ehemaligen Ebbesloher Monsun-Tochter Aubonne (das Foto zeigt Gestüts-Chefin Ingeborg von Schubert) aus der Familie der Diana-Siegerin Arkona nicht zu viel angelegt.
Der beschriebene Maidensieg gelang der frühreifen Stute beim vierten Start, wobei sie zu einem Mindestgebot von 23.000 Euro in diesem Reclamer eingesetzt worden war.
Das weckte Begehrlichkeiten unter den französischen Besitzern, von denen die Ecurie La Boetie mit 35.666 Euro das höchste Gebot zu Papier gebracht hatte und somit den Zuschlag bekam.
Diese Summe ist von Soresca ganze drei Wochen später schon fast wieder eingaloppiert worden. Nun unter der Regie von Xavier Nackachdji war Longchamp die nächste Erfolgsstation, wo am 1. September ein leichter E-Erfolg gelang.
Bereits am vergangenen Sonntag ging es an gleicher Stelle auf B-Niveau weiter. An der 100-Meter-Marke hatten noch vier Stuten Siegchancen, aber Soresca war zu diesem Zeitpunkt nur Vierte. Auf den letzten Metern packte sie aber riesig an und hatte für 48:10 auf der Linie auch noch die Fabre-Stute Bird Flown mit einem Kopf Vorsprung gestellt.
Dazu der Trainer: „Nachdem Soresca das E-Rennen so leicht gewonnen und den Start so gut weggesteckt hatte, habe ich sie für Sonntag nachgenannt. Moonlight Cloud hatte es mit ihren beiden Gruppe 1-Siegen innerhalb von acht Tagen schließlich vorgemacht, und wir hatten nichts zu verlieren.“
Und Nackachdji weiß natürlich auch, wovon jeder Stuten-Besitzer träumt: „Das Ziel mit Soresca kann jetzt nur Black Type heißen. Sie wird deshalb demnächst erneut über 1.600 Meter auf Listen- oder Gruppe III-Ebene starten.“
Die Vorjahressiegerin des Course B am Sonntag hieß übrigens Silasol, die anschließend am Arc-Wochenende im Prix Marce Boussac auf Gruppe I-Niveau zuschlug. Da darf man sicher auch hierzulande gespannt sein, wie es mit Soresca weitergeht, auch wenn sie jetzt „nur“ noch eine Ex-Deutsche ist.











