Neben dem mehrfachen ungarischen Champion-Trainer Sandor Ribarszki (Foto), der, wie bereits zu lesen war, mit seinen Pferden samt Sprintstar Overdose in Hoppegarten angekommen und in den Stallungen des Idea-Traktes der Bollensdorfer Trainierbahn eingezogen ist, haben Ende letzten Jahres mit Sarka Schütz und Hardy Hötger zwei Hoppegartener die Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister bestanden. Beide angehenden Public-Trainer seien hier kurz vorgestellt.
Sarka Schütz ist bereits seit 2006 als Besitzertrainerin in Hoppegarten aktiv und gewann in den ersten beiden Jahren, wie auch in der letzten Saison jeweils drei Rennen, kann also bereits neun Siege vorweisen. Im Vorjahr sorgte ihr einziger Starter Irish Fox bei nur sieben Starts für eine Triplette im Ausgleich IV jeweils über 2400 Meter auf der Heimatbahn.
Die Reitlehrerin und ehemalige tschechische Landesmeisterin der Junioren im Dressursport ist seit 1990 in Deutschland. Die erste Station hieß Baden-Baden. Ein Jahr später kam sie bereits nach Hoppegarten und fungierte über lange Zeit als Assistenztrainerin am Stall ihres Mannes Wilfried Schütz. Mitte der 90er-Jahre war sie Besitzerin von Vronsky, den Sarka Schütz dem tschechischen Hindernischampion Josef Vana anbot.
‚Wir sind sehr gut befreundet, ich kenne ihn seit der Zeit in Iffezheim. Vronsky hatte keine Klasse auf der Flachen, konnte aber über Häuser springen. 1997 hat er mit ihm die Pardubitzer Steeplechase gewonnen‘, erinnert sich Sarka Schütz. Ähnlich verlief es zu Beginn des neuen Jahrtausends mit Retriever, der nach ihrer Empfehlung mit ähnlichem Talent zu Vana wechselte und nur an Registana in der ‚Großen Pardubitzer‘ 2004 scheiterte.
Hardy Hötger, unweit der Rennbahn aufgewachsen, begann Ende der 80er-Jahre bei Altmeister Rudi Lehmann als Amateur beim Turf. Auch bei seiner folgenden Station am Stall von Heinz Schäfke hat er noch ‚alte Hoppegartener Schule‘ durchlaufen, war dort nach der Wende für Schäfke und dessen Nachfolger Thomas Dunkel als Futtermeister in der Hoppegartener Filiale am Diana-Stall des Gestüt Auenquelle tätig. Diese Position übte er anschließend auch am Quartier von Martin Rölke aus.
‚Der Wunsch, selbst zu trainieren, ist über viele Jahre gereift. Mit der insgesamt betrachtet positiven Entwicklung in Hoppegarten seit der Privatisierung kam der Gedanke – wenn nicht jetzt, wann dann?‘, sagt der 40-jährige. Hötger schloss vor der Tainerprüfung eine zweijährige Ausbildung zum tiermedizinischen Fachangestellten (Spezialisierung Pferde) in der Klinik Dallgow-Döberitz bei den Doktoren Püllen & Sillinger erfolgreich ab, bereits mit dem Hintergedanken, anschließend den Trainerschein anzugehen.
Hardy Hötger folgt seinem rennbahnbegeisterten Vater auf ‚anderen Wegen‘ im Trainergeschäft. Denn dieser war, am Rande bemerkt, anstelle mit Vollblütern bis zum Jahr 2000 als deutscher Bundestrainer der Judokas sehr erfolgreich.










