Sonntag, Dortmund 9.Rennen. In einem Maidenrennen über 2500 Meter gibt es ein verhältnismäßig zügiges Tempo. Einem ist das aber noch nicht genug. Marvin Suerland gibt auf seinem Ritt Blue Skrolan richtig Gas, reitet, als es zum ersten Mal in die Zielgerade hinein geht, ein Finish. Als der Zielpfosten erreicht ist, hält er seine Arbeit für getan.
Der Grund: der 19jährige Jockey, im vergangenen Jahr Champion der deutschen Nachwuchsreiter und in dieser Saison noch im Derby der Niederlande erfolgreich, hatte geglaubt, das Rennen führe über 1200 Meter, wäre eine Sprintprüfung.
Dem war aber bekanntlicherweise nicht so. Selbstverständlich musste die Rennleitung tätig werden, sprach gegen den Kölner Jockey eine Sperre von sechs Renntagen aus. Bis zum 14. Januar wird Suerland nicht mehr im Rennen in den Sattel steigen. Zunächst geht es für den Sohn von Trainer Ralf Suerland, der am Sonntag wenigstens noch das letzte Rennen der Veranstaltung mit Philander gewann, in den nächsten Tagen aber sowieso erstmal zum Skifahren in die Schweiz.
Suerland ist übrigens nicht der erste Jockey, dem ein solcher Fauxpas unterlief. Jozef Bojko hatte einst in Mannheim einen ähnlichen Blackout, in England – ebenfalls auf der Sandbahn – war das gleiche Missgeschick sogar einem Klassejockey wie Eddie Ahern passiert.











