Eigentlich soll an diesem Donnerstag der Pachtvertrag mit dem neuen Betreiber Baden Racing unterzeichnet werden, doch der Termin beim Notar droht zu platzen: Zwischen der Gemeinde Iffezheim und dem Internationalen Club ist eine Art Kleinkrieg entschieden.
Iffezheims Bürgermeister Peter Werler fand bei seiner offiziellen Einführung in die zweite Amtszeit harsche Worte: “Nicht die Gemeinde ist der Totengräber des Rennsports, sondern diejenigen, die jahreslang tatenlos zugesehen haben, wie Wetten ins Internet abfließen und ein Verein von Ahnungslosen und Besserwissern gemanagt wird.”
Dieser These widersprach Detlef Specovius, im Planinsolvenzverfahren Mit-Geschäftsführer des Internationalen Clubs: “Es geht um Ansprüche aus der Zeit vor der Insolvenz, auf die lastenfreie Rückübertragung des Erbbaurechts an die Gemeinde. Die Erfüllung dieser Forderung hätte zur Folge, dass gegen die Gleichbehandlung der Gläubiger verstoßen würde.”
Wolfgang Grenke, Vorstandsmitglied des Internationalen Clubs, bezeichnete die Worte Werlers als “bedenklich”. “Ich habe den Eindruck, dass die Gemeinde Iffezheim nicht optimal beraten ist.” Sollten am Donnerstag keine Unterschriften unter den Pachtvertrag gesetzt werden, wird die Lage immer prekärer.
Denn dann bliebe nur noch eine Woche Zeit bis am 22. April die Frist im Planinsolvenzverfahren endet, Sollte diese verstreichen, dann käme es zu einem normalen Insolvenzverfahren und zur Zwangsverwertung. Dann wären Rennen in Iffezheim in 2010 und wohl auch in 2011 kaum mehr möglich, eine Katastrophe für die Region und den deutschen Galopprennsport!










