Einen Tag nach dem souveränen Erfolg von Gestüt Schlenderhans Derby-Kandidaten Isidor in einer Course B-Prüfung in Saint-Cloud können die Turffans zwar aufatmen, dass die Schlacht ums Blaue Band doch keine lediglich interne Angelgenheit zwischen den Dreijährigen aus dem Quartier von Andreas Wöhler wird, weil die Ravensberger Dreijährigen die Jahrgangs-Vergleiche bislang auf allen Ebenen oft genug so deutlich beherrscht haben. Denn nach Isdors bemerkenswerter Vorstellung kann man nahezu sicher vorhersagen, das im Derbyjahrgang keine Langeweile a la Bayern München aufkommen wird.
Doch was war gestern vor dem Rennen mit dem Adlerflug-Sohn los? Wieso ging er erst einmal ca. 20 Minuten auf dem Saint Cloud-Gelände spazieren, bevor er endlich eingefangen werden konnte und mit seinem Reiter Filip Minarik, den er beim Aufgalopp unsanft in Gras befördert hatte, endlich zur Startstelle galoppierte.
„Isidor ist noch ein großes Baby, daher war mir der Start gestern so wichtig, er muss lernen, bis es zum Showdown im Deutschen Derby kommt. Als Filip mit ihm aufgaloppieren wollte, ertönte die Melodie mit der Durchsage, dass die Pferde zur Startstelle aufgaloppieren. Isidor stoppte abrupt und Filip landete im Gras“, teilte Isidors Betreuer Jean-Pierre Carvalho gegenüber GaloppOnline mit.
„Die Stewards hatten Kontakt zu mir, aber da Isidor relativ gemächlich über das Gelände spazierte, sagte ich ihnen, dass er unbedingt laufen soll. Erst als er, nachdem er eingefangen war, mit Filip an derselben Stelle wieder anfing Theater zu machen, ermahnte mich die Rennleitung, dass wenn er jetzt nicht zum Start galoppieren würde, er nicht antreten dürfe.“, schilderte Carvalho die aufregenden Minuten vor dem Start des Rennens.
„Im Rennen hatte er im Bogen einen kleinen Schwächemoment, aber das lag an seiner Unreife, er braucht definitiv noch mehr Rennen zum lernen. Filip hat das klasse gelöst. Im Einlauf, als Isidor vorne war und dachte sein Pensum wäre erledigt, hat er ihn mit dem Stock darauf aufmerksam gemacht, dass die Partie noch nicht zu Ende ist. Ich bin mir sicher, dass der Bursche, wenn es nötig gewesen wäre, noch zwei Gänge hätte höher schalten können“, unterstrich Jean-Pierre Carvalho die hohe Meinung, die er von dem Schlenderhaner hat.










