Erstmals seit acht Jahren öffneten sich die Boxen im Stadtwald wieder an einem Freitag. Das sportlich wichtigste Rennen des Tages sollte das Krefelder Publikum bei traumhaften äußeren Bedingungen mit der dritten Prüfung gesehen haben.
Zwar handelte es sich bei dem 2200 Meter-Rennen „nur“ um einen Ausgleich III, und doch dürfte man eine Siegerin gesehen haben, die noch nicht am Ende ihrer Möglichkeiten angelangt sein sollte.
Diese heißt nicht Guardia (22:10). Und auch nicht Nizza (23:10). Denn die zwei „Heißen“ hatten in dem mit 4.500 Euro dotierten Preis der Druckerei van Acken Krefeld keine Chance gegen die von Andreas Trybuhl trainierte Wutzeline.
Die Stute des Gestüt Hachtsee, zuletzt Siegerin über Authentic Act, bescherte Jockey Adrie De Vries den zweiten Tagestreffer (zuvor bereits mit der 17:10-Chance Tandra erfolgreich), kam am Ende sicher gegen die heranrauschende Arragonia zum Zuge.
Im letzten Galoppsprung schnappte Arragonia, die Erika Mäder für die Schwester von Peter Schiergen trainiert, Nizza das zweite Geld weg. Erst auf dem vierten Platz kam Guardia über die Linie, die es unter Terry Hellier von vorne versucht hatte. Wutzeline (45:10), die bei ihrem vierten Start den zweiten Sieg feierte und stets gute Pferde traf, könnte demnächst für bessere Aufgaben in Betracht kommen.
Bereits im zweiten Rennen des Tages feierte Trainer Peter Schiergen seinen 50. Sieg im Jahr 2007. In einem eher überschaubar besetzten Maidenrennen über 1700 Meter verabschiedete sich Rich N Prestigious, auf Vermittlung von Andreas Schütz in den Asterblüte-Stall gewechselt, leicht von ihrer achtköpfigen Konkurrenz und verwies die Co-Favoritin Nonoalka in die Schranken.
Die Sadler’s Wells-Tochter hatte es zuvor in Irland bei sieben Starts nie unter die ersten Fünf geschafft, kam bei ihren bisherigen drei Starts in dieser Saison sogar nie über Platz neun hinaus. So gab es am Toto 68:10, eine Quote, die man auf die Kombination Schiergen/Starke aktuell eher selten erzielen kann. Die heiße Favoritin Palace Princess, zuvor 12. in der Diana, enttäuschte als Dritte abermals und kam nie für den Sieg in Frage.
In der Wettchance des Tages, in der in der Viererwette eine Garantieauszahlung von 10.000 Euro lockte, kam es zu dem Einlauf: 3 – 4 – 5 – 6. Der Sieg ging an Erika Mäder, die die vierjährige Negroni gesattelt hatte.
Auf dieser feierte Jockey Andrasch Starke seinen 65. Saisonsieg in Deutschland und zog damit mit Andreas Helfenbein gleich. Zweiter hinter Negroni wurde Point Pleasant vor Placebo und Eternita. Die Viererwette zahlte 4.463:10.












