Mit dem Volltreffer im Prix de l’Arc de Triomphe (Gruppe I, 4.000.000 Euro, 2400 m) am Sonntag in Paris-Longchamp hat sich Sea The Stars (Foto) nun endgültig bereits zu Lebzeiten verewigt. Jockey Michael Kinane konnte nach seinem letzten Arc-Erfolg mit Montjeu (1999) nun auch den dreijährigen Sea The Stars zum Super-Erfolg im Bois du Boulogne steuern.
Und auch Trainer John Oxx sah wieder eine Demonstration der Stärke seines Top-Galoppers. Der vorläufige Höhepunkt einer sensationellen Rennkarriere ist mit Sea The Stars, einem Cape Cross-Sohn, und seinem Millionen-Treffer im Prix de l’Arc de Triomphe nun erreicht.
Auch beim sechsten Gruppe I-Start in 2009 konnte der im Besitz von Christopher Tsui stehende Hengst nicht bezwungen werden. Wie bei vielen seiner Starts galoppierte Sea The Stars den ganzen Weg über prominent, von Kinane dieses Mal hart innen gehalten.
Im Einlauf wartete der Jockey auf dem stets super gehenden 18:10-Favoriten innen auf eine Passage und Sea The Stars zog prächtig an, als sich eine Lücke bot, legte im Ziel zwei Längen zwischen sich und die Konkurrenz.
‚Es ist fantastisch, dass es vollbracht ist. Wir waren zu keinem Zeitpunkt in Sorge. Auch als es innen etwas eng war. Denn Sea The Stars kann zu jedem Zeitpunkt im Rennen beschleunigen und genau das tat er‘, sagte Sieg-Trainer John Oxx.
Und Michael Kinane: ‚Ich war vielleicht kurz in keiner so guten Position, aber hatte keineswegs Angst. Sea The Stars war so frisch heute und ich musste ihn beruhigen, da er so frei galoppierte. Er ist ein einzigartiges Pferd, einfach herausragend, phänomenal!‘
Die Ballydoyle-Pacemaker waren längst nach hinten verschwunden, Sea The Stars kam zu einem erneut recht lockeren Erfolg über den wie eine Rakete endenden Youmzain (K. Fallon), der sich wie in den beiden Jahren zuvor mit dem Ehrenplatz begnügen musste und der Fabre-Waffe Cavalryman (L. Dettori).
Dahinter endete Conduit (R. Moore) für das Ballymacoll Stud als Vierter, Dar Re Mi (J. Fortune), rehabilitierte sich mit dem fünften Rang für ihr Pech aus dem Prix Vermeille, als sie ihren Sieg am grünen Tisch an Stacelita verlor, dieses Mal deutlich vor der von Christophe Soumillon gerittenen Rouget-Lady bleiben konnte.
Und was war eigentlich mit der Deutschland-Hoffnung Getaway? Georg Baron von Ullmanns Parade-Galopper konnte unter Stephane Pasquier auf unpassend gutem Boden nicht seine gewohnten Qualitäten ausspielen und erschien nie in vorderer Linie und wurde nur 13.
Gebhard Apelt gegenüber GaloppOnline.de: ‚Getaway kam auf diesem Boden am Anfang nicht mit und konnte dann nicht mehr zu seiner Geschwindigkeit finden. Das beste Pferd hat gewonnen‘. Der weitere Plan mit dem Monsun-Sohn Getaway ist noch offen.











