Der Prix Jean Romanet, das mit 250.000 Euro dotierte Gruppe I-Rennen über 2000 Meter für die Stuten, wird am Sonntag in Deauville mit deutscher Beteiligung gelaufen, denn eine der elf Starterinnen, Gestüt Görlsdorfs Wunder, kommt aus einem hiesigen Quartier. Die vierjährige Adlerflug-Tochter, die in Frankreich im vergangenen Jahr mit dem Prix Chloe in Chantilly bereits in einem Gruppe III-Rennen erfolgreich war, wird in dem Normandie-Seebad davei von Ioritz Mendizabal geritten.
Doch die deutsche Lady steht vor einer schweren Aufgabe, und braucht fast ein Wunder, um in dem Mitteldistanzrennen vorne dabei zu sein, denn auch wenn sie gerade Dritte im Großen Dallmayr-Preis auf höchstem Level war, so ist sie in einem wahren Klassefeld selbst mit dieser Leistung im Formenspiegel nur Außenseiterin. Denn Wunder trifft alleine auf fünf Gruppe I-Siegerinnen. da wäre zum einen Jean-Claude Rougets Prix de Diane-Siegerin von 2014, Avenir Certain. Oder die Vorjahressiegerin Ribbons, die fünfjährige Manduro-Tochter aus dem Stall von James Fanshawe, die gerade noch Dritte in den Pretty Polly Stakes auf dem Curragh, und dabei vor solchen Klassestuten wie Secret Gesture oder Pleascach war, die noch am Donnerstag die Yorkshire Oaks gewann.
Gruppe I-Siegerin ist natürlich auch Andre Fabres Feodora, die Siegerin des Henkel-Preises der Diana 2014. Oder auch Madame Chiang aus dem englischen Quartier von David Simcock, die im vergangenen Oktober in Ascot auf höchstem Level die Champions Fillies & Mare Stakes gewann, und zudem gerade noch Vierte in den King George VI & Queen Elizabeth Stakes war. Und schließlich noch Freddy Heads We Are, die im vergangenen Jahr den Prix de l’Opera in Longchamp für sich entschied. Ebenfalls gute Formen vorweisen können die Wertheimer-Stute Bawina, die gerade noch Dritte im Prix Rothschild war, und Alain de Royer-Dupres Fate, die Dritte aus dem Prix Ganay. Wie Wunder nur Außenseiterin ist Karl Burkes Odeliz, die Siegerin des Hamburger Franz-Günther von Gaertner Gedächtnisrennens, die wie in Horn, und auch bei ihrem vierten Platz im Prix Rothschild, von Champion Adrie de Vries geritten wird (Zum Langzeitmarkt).
Besser sieht es dagegen für das deutsche Trio im Prix Kergorlay aus, dem mit 130.000 Euro dotierten Gruppe II-Rennen über 3000 Meter. Denn Andreas Wöhlers Alex My Boy (Olivier Peslier), und der von Jean-Pierre Carvalho für das Gestüt Aesculap trainierte Walzertakt haben mit dem Prix de Barbeville, bzw. Prix Maurice de Nieuil bereits zwei der wichtigsten Rennen auf Cup-Distanzen im Nachbarland gewonnen. Und da sie es nur mit zwei Franzosen (Chalnetta und Lady Dragon), sowie dem aus England anreisenden, aus Auenqueller Zucht stammenden Oriental Fox zu tun haben, von denen bislang noch keiner ein Grupperennen gewinnen konnte, müssen sie sich sicherf nicht verstecken. Der dritte deutsche Starter, Wolfgang Figges Victory Song (Luca Maniezzi) muss dagegen erst zeigen, ob er gut genug ist, auch auf diesem Level vorne mitzumischen (Zum Langzeitmarkt).










