Es hat inzwischen bereits Tradition, dass sich anlässlich der International Races in Hong Kong die Handicapper der führenden Rennsportnationen in der ehemaligen britischen Kronkolonie treffen und das World Thoroughbred Ranking (WTR) erstellen. So war es auch im vergangenen Jahr, und das Ergebnis wurde nun zu Beginn dieser Woche präsentiert.
Die Spitzenposition hat dabei mit Harbinger, dem ein Rating von 135 zugesprochen wurde, ein Pferd, das leider schon früh im Jahr seine Karriere beenden musste. Der von Sir Michael Stoute trainierte Hengst bekam die äußerst hohe Marke aufgrund seines Elf-Längen-Sieges in den King George VI & Queen Elizabeth II Stakes in Ascot. Harbinger blieb 2010 in vier Rennen ungeschlagen. Es ist äußerst schade, dass er sein außergewöhnliches Können nicht weiter unter Beweis stellen konnte.
Der Abstand zum zweithöchsten eingeschätzten Pferd, dem Amerikaner Blame, ist schon sehr deutlich, denn dieser erhielt ein Rating von 129. Damit ist der Breeders‘ Cup Classic-Sieger aber das am höchsten eingeschätzte Pferd auf alternativem Untergrund.
Platz drei der Weltrangliste teilen sich Arc-Sieger Workforce, der Klassemeiler Makfi, die somit die am höchsten eingestuften Vertreter des Jahrgangs 2007 sind, sowie der von Todd Pletcher in Amerika trainierte Quality Road.
Den Titel der besten Stute der Welt teilen sich die Ausnahmekönnerinnen Goldikova und Zenyatta, die gemeinsam auf dem elften Rang der Gesamtwertung liegen.
Platz 14 teilt sich mit sechs anderen Pferden der Ammerländer Lope de Vega, der seine Einstufung natürlich durch seine klassischen Siege in der Poule d’Essai des Poulains und dem Prix du Jockey Club erhielt.
Bis zum besten in Deutschland trainierten Pferd muss man schon etwas länger suchen. Auf Platz 43 liegt dann der Ittlinger Scalo (Foto, 120), der somit das am besten bewertete hiesige Pferd ist. Unter den Pferden seiner Generation rangiert der Lando-Sohn weltweit auf Platz 18.
Als nächste Deutsche werden mit einer Einschätzung von 117 auf Platz 126 der Ullmann-Hengst Getaway, Stall Salzburgs Stute Night Magic und der Fährhofer Querari geführt.
Ferner tauchen im Ranking aus deutschen Ställen noch Quijano (116, Platz 178), Alianthus, Sehrezad und Wiener Walzer (alle 115, Platz 228) auf.










